Der ehemalige Vizeeuropameister Torben Wosik spielt heute noch auf hohem Niveau. Foto: tho
Der Böblinger Torben Wosik hat bei den Württembergischen-Einzelmeisterschaften im Tischtennis die Goldmedaille gewonnen. Nach dem Sieg hatte der 52-Jährige einen ganz besonderen Wunsch.
Thomas Holzapfel
20.01.2026 - 16:13 Uhr
Der Böblinger Torben Wosik (SC Staig) hat erfolgreich den Titel des baden-württembergischen Einzelmeisters in Baiersbronn verteidigt. Mit diesem Erfolg qualifizierte sich der 52-Jährige zum zweiten Mal in Folge für die deutschen Meisterschaften.
Im Einzel der Männer musste er sich anfangs mächtig strecken, fuhr aber schließlich trotzdem den Gruppensieg ein. Dank einer deutlichen Leistungssteigerung ließ der Vize-Europameister von 2003 sich auch in der K.o.-Phase nicht aufhalten und erreichte mühelos das Finale. Ohne einen Satzverlust in der Endrunde bestritt Wosik auch das Finale makellos und gewann mit 11:7, 11:6, 11:9.
Trotz seines Alters fühlte er sich fit genug und hätte wohl noch ein paar Sätze ausgehalten. „Aber morgen, wenn die Anspannung weg ist, werde ich natürlich meinen Körper spüren“, sagte Wosik lächelnd. Auf die Teilnahme am Doppel und Mixed verzichtete er dennoch, denn „das wäre wohl etwas zu viel für mich gewesen“. Zur Belohnung hatte der Böblinger dann einen eher untypischen Wunsch: „Jetzt hätte ich gerne ein Rumpsteak und ein paar Bierchen.“
Die Böblinger Tischtennisspieler bringen zwei Medaillen mit nach Hause
Eher gemächlich startete Andrew Schönhaar (SV Böblingen) in die Endrunde, doch mit drei Erfolgen gelang ihm der Sprung in die K.o.-Runde, wo erst gegen den späteren Vierten im Viertelfinale Endstation war.
Luis Hornstein freut sich über die Silbermedaille im Mixed-Wettbewerb. Foto: tho
Für Teamkollege Luis Hornstein endete das Einzel-Turnier nicht ganz unerwartet im Achtelfinale gegen einen Oberliga-Spieler. Im Doppel mit Andrew Schönhaar ging es bis ins Viertelfinale, in dem das Duo sich knapp geschlagen geben musste. Ganz ohne Medaille musste Hornstein dann aber doch nicht die Heimreise antreten. Zusammen mit Bundesligaspielerin Lea Lachenmayer (ESV Weil am Rhein) kam er bis ins Endspiel, in dem sich das gemischte Doppel mit 9:11, 10:12 und 10:12 gegen die amtierenden deutschen Meister im U19-Mixed geschlagen geben musste. „Ich freue mich über eine weitere Silbermedaille bei den BaWü-Meisterschaften“, sagte der Böblinger. „Im Mixed gelang mir dies letztmals im Jahr 2020 zusammen mit Alexandra Kaufmann.“
Für das Gültsteiner Geschwister-Duo Mahmoud und Fatme El Haj Ibrahim blieben die positiven Überraschungen aus. Im Einzel blieben die Youngsters in der Gruppenphase hängen, im gemischten Doppel war im Achtelfinale Schluss. Fatme El Haj Ibrahim wurde mit Milla Pardela (TSV Korntal) Fünfte im Frauen-Doppel.