Tödlicher Unfall in Stuttgart Am Olgaeck kommt Tempo 30

Am Olgaeck geschah Anfang Mai ein tödlicher Unfall. Foto: Fotoagentur Stuttgart Andreas Rosar

Weil am Olgaeck nicht zum ersten Mal ein schwerer Unfall passiert ist, soll dort nun ein neues Tempolimit gelten. Eine Regelung der Straßenverkehrsordnung macht das möglich.

Lokales: Christine Bilger (ceb)

Es ist längst noch nicht klar, warum es am 2. Mai 2025 am Stuttgarter Olgaeck zu einem tödlichen Unfall kam. Dennoch wird seither viel über die Sicherheit des komplexen Verkehrsknotenpunktes diskutiert. Ein erstes Ergebnis liegt nun vor: Die Stadt reagiert auf einen Antrag von SPD und Volt und führt an der Stelle Tempo 30 ein – in zwei Stufen. Für weitere Maßnahmen muss erst das Ergebnis eines Sicherheitsaudits abgewartet werden, machte für die Verwaltung Cornelia Diehl deutlich. Sie leitet die Dienststelle für Verkehrsregelung und Verkehrssicherheit im Amt für öffentlich Ordnung der Landeshauptstadt.

 

Wo Schulwege verlaufen, ist Tempo 30 möglich

Möglich ist das, weil die Straßenverkehrsordnung das Tempolimit inzwischen erlaube, wenn an den Straßen Schulwege verlaufen. Das ist im Bereich zwischen dem Charlottenplatz entlang der Charlottenstraße bis zur Einmündung der Alexanderstraße sowie entlang der Olgastraße und der Alexanderstraße der Fall. Hier gehen Kinder zur Schule: Zur Jakobschule und zur Galileo Grundschule. Die erste Stufe entlang der Charlottenstraße soll schon bald kommen. Ein genauer Zeitpunkt stehe aber noch nicht fest.

Anfang Mai fuhr am Olgaeck ein Mann mit seiner Mercedes G-Klasse in eine Gruppe Wartender auf der Verkehrsinsel an der Stadtbahn-Haltestelle Olgaeck. Er war stadtauswärts unterwegs. Warum er von der Fahrbahn abkam und in die Wartenden fuhr, ist Gegenstand der Untersuchungen, die ein Gutachter vornimmt. Der Mercedes überfuhr acht Menschen. Eine Frau starb noch am gleichen Abend im Krankenhaus.

Die Unfallstelle Foto: Rosar

Die Regelung zur Geschwindigkeitsreduzierung sei nicht auf andere Stellen in der Stadt übertragbar. Damit beschied Cornelia Diehl vom Amt für Öffentliche Ordnung einen Antrag negativ, den Linke/SÖS/Plus eingebracht hatten. Sie wollten Tempo 30 im Bereich aller Haltestellen, bei denen Fußwege entlang der Straße führen. Das gebe die Straßenverkehrsordnung nicht her.

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