Rund 25 000 Besucher zieht es auf das Stadtwerke Stuttgart Lichterfestival. Das gipfelt in einer Show mit Drohnen, Licht und Feuerwerk – mitsamt einer VfB-Hommage.

Auto-Team: Rouven Spindler (rsp)

Auf dem Weg, der am Perkins Park vorbeiführt und einen freien Blick über die Sonnenblumenwiese in Richtung Killesbergturm gewährt, wird es voller. Die Leute sichern sich einen Stehplatz, das Durchkommen wird schwieriger. Dort und rundum im Höhenpark fiebern Besucher des Stadtwerke Stuttgart Lichterfestivals der imposanten Show mit Drohnen, Licht und Feuerwerk entgegen.

 

Die folgt am vergangenen Abend um 22.15 Uhr – und bildet den spektakulären Höhepunkt der Traditionsveranstaltung, die bis im Vorjahr noch Lichterfest hieß und seit diesem Jahr leicht in Lichterfestival umbenannt wurde. „Aus unserer Sicht lief der Tag echt super, wir hatten perfekte Bedingungen“, blickt Christian Eisenhardt, Abteilungsleiter bei der Veranstaltungsgesellschaft in.Stuttgart, am Abend zurück, als das Event bei angenehmen Temperaturen langsam zu Ende geht. Sein erstes Fazit falle rundum zufriedenstellend aus.

Besucher strömen zum Lichterfestival in Stuttgart

„Das ist die bestbesuchte Veranstaltung seit Corona“, sagt er und spricht diesmal von rund 25 000 Besuchern – also etwa 5000 mehr als im Vorjahr –, die es in den Höhenpark Killesberg zieht. Dort veranstaltet in.Stuttgart vom Nachmittag an die 73. Auflage des Events, die Stadtwerke sind dabei Titelsponsor und Partner.

Das Angebot auf dem weitläufigen Gelände, das in der Mitte für die Show abgesperrt ist, ist groß. Es reicht von Live-Musik an mehreren Bühnen über diverse Essens-, Getränke- sowie Vereins- und Unternehmensstände. Licht und Illumination kommen natürlich nicht zu kurz, etwa durch den Zauberwald. „Es sind viele Veranstaltungen gerade in Stuttgart, aber das Lichterfestival ist schon besonders, weil dieser Park so wunderschön und diese Fläche so groß ist“, sagt in.Stuttgart-Sprecherin Stefanie Hirrle.

Vor Ort sind auch zahlreiche Familien unterwegs – was Christian Eisenhardt mit Blick auf die Angebote für diese Zielgruppe freut. Markus Koffner und seine Frau Jessica machen mit ihren Kindern Jarle (11) und Louis (3) am Spielplatz Halt. Für die Kinder sei im Park gerade das Mitmachen „das Schöne. Vereine und Firmen geben sich viel Mühe“, meint er.

„Wir haben das immer mal wieder auf dem Programm“, sagt der Stuttgarter zum Besuch bei der Traditionsveranstaltung. „Es verläuft sich alles ein bisschen und ist nicht so überfüllt. Einfach angenehm.“ Und dann gebe es eben am Abend den „krönenden Abschluss, das schöne Feuerwerk“, weiß Markus Koffner.

Was auf den Wegen und ebenfalls gut besuchten Wiesen auch auffällt: für das Lichterfestival ergattern sich viele junge Menschen ein Ticket. „Die Leute haben Spaß, das Wetter ist gut, überall gibt es kleine Stände“, sagt die 20-jährige Zoi aus Stuttgart, der die Stimmung gefällt und die mit ihrem gleichaltrigen Freund Luca zum ersten Mal dabei ist.

Emma Lou ist gemeinsam mit Basel im Park unterwegs, die beiden 16-Jährigen sind ebenfalls zum ersten Mal bei dem Event. „Es sieht natürlich schon cool aus hier“, stellt sie fest. Sie komme auch, „um alle mal zu sehen, die man von Instagram und so kennt“, sagt die Stuttgarterin und meint damit den Bekanntenkreis. Das Festival wird so zum Treffpunkt.

Viel junges Publikum beim Lichterfestival

Christian Eisenhardt spricht mit Blick auf die junge Zielgruppe von einer Entwicklung in den vergangenen Jahren: „Wir haben schon auch gemerkt, dass unser Programm mit den unterschiedlichsten Bühnen sehr, sehr viele junge Menschen anzieht, die hier friedlich gemeinsam feiern.“

Was wohl sehr viele Besucher am Abend eint: die Vorfreude auf die Lichterfestival-Show unter der künstlerischen Leitung des mehrfachen Pyrotechnik-Weltmeisters Joachim Berner. Für 24 Minuten zieren bunt leuchtende Drohnen und ein Feuerwerk den Abendhimmel rund um den Killesbergturm.

Die Drohnen formierten sich unter anderem zum DFB-Pokal, den der VfB Stuttgart in der abgelaufenen Saison gewonnen hat. Foto: Lichtgut/Julian Rettig

Joachim Berner nimmt dabei auch Bezug auf den DFB-Pokalsieg des VfB Stuttgart im Mai: Die laut in.Stuttgart 100 Drohnen – 50 mehr als 2024 – bilden unter anderem das Wappen der Weiß-Roten, danach leuchtet am Nachthimmel die Trophäe. „Wir sind ja auch immer auf der Suche nach neuen Formationen, dann passt es auch super, so ein aktuelles Thema mitaufzunehmen“, sagt Christian Eisenhardt, der die Idee zusammen mit Joachim Berner gehabt habe, zu der Hommage. Für den Abteilungsleiter ist es „wieder eine gigantische Lichterfestival-Show, die die Menschen abgeholt hat“.

Von vielen höre er, dass die Show mit 100 Drohnen ja verhältnismäßig klein sei. „Unser Alleinstellungsmerkmal ist: Wir haben diese Drohnenshow quasi in einem 360-Grad-Blickwinkel“, entgegnet Christian Eisenhardt.