Trainerteam VfB Stuttgart Warum der VfB Stuttgart wieder auf Nate Weiss setzt

Nate Weiss ist zurück beim VfB. Foto: IMAGO/Pressefoto Baumann

Individualtrainer Nate Weiss ist zurück beim VfB Stuttgart und soll sich im Team von Sebastian Hoeneß um spielerzentrierte Inhalte sowie wichtige Schnittstellenarbeit kümmern.

Sport: Philipp Maisel (pma)

Wer rund um Untertürkheim, Luginsland und den Rotenberg Ausflüge unternimmt, der hat wieder gute Chancen, auf Nate Weiss (37) zu treffen. Der US-Amerikaner ist nach einem nur eine Saison andauernden Intermezzo beim FC Bayern München wieder zurück beim VfB Stuttgart und wieder Teil des Trainerteams von Sebastian Hoeneß. Und dürfte seine traditionelle Laufstrecken tief im Stuttgarter Nordosten wieder regelmäßig beackern.

 

Doch in allererster Linie ist Weiss zurück, weil man beim VfB Stuttgart weiter auf viele junge, entwicklungsfähige Spieler setzt. Man habe, sagt Sportvorstand Fabian Wohlgemuth, in den letzten zwei Jahren „mehrfach die Erfahrung gemacht, dass sich Spieler in unserem sportlichen Umfeld hervorragend entwickeln. Schon deshalb ist es sinnvoll, einen Schwerpunkt auf entwicklungsfähige Spieler zu legen. Und das sind naturgemäß oft die jüngeren.“

Was er nicht sagt, damit aber einhergeht: Man hat insbesondere dann bemerkt, wie wertvoll die Arbeit des Sonnyboys aus Brooklyn war, als er nicht an der Mercedes-, sondern der Säbener Straße tätig war. Um das wieder zu ändern, ist der VfB auf die Bayern zugegangen und hat Weiss nun vom in der Zwischenzeit von Ex-Trainer Markus Weinzierl betreuten Bayern-Campus nach Stuttgart zurückgeholt.

Weiss und die Neuzugänge Jovanovic und Assignon. Foto: IMAGO/Sportfoto Rudel

„Wir freuen uns, dass er zurück ist. Eine Eingewöhnungszeit wird er nicht benötigen“, sagt Cheftrainer Sebastian Hoeneß über den altbekannten Neuzugang in seinem Staff. „Nate gibt immer ein gewisses Maß an Energie rein, insbesondere in die tägliche Trainingsarbeit. Er wird ein besonderes Augenmerk auf die jungen Spieler legen“, umreißt Hoeneß sogleich das Aufgabenprofil von Weiss, der neben der täglichen Arbeit mit dem Profiteam zudem an die Schnittstelle zum Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) angedockt werden soll.

Schnittstelle zum Nachwuchsleistungszentrum

Dort wirkt bereits mit Tobias Werner ein Ex-Profi sozusagen als Advokat der Jugend, der die NLZ-Spiele und die Toptalente eng begleitet, um dann im Austausch mit Hoeneß für mehr Spielzeit für die hauseigenen Youngster zu werben. Die ist in der jüngeren Vergangenheit auf einem absoluten Tiefstand angelangt, was wieder geändert werden soll.

Während Werner das große Ganze im Blick hat, soll Weiss hier mit spielerzentriertem Potenzialtraining und akribischer Detailarbeit die Talente noch besser auf ihre möglichen Einsatzzeiten im Training mit dem Profikader vorbereiten. Was dann idealerweise in Einsatzzeiten bei Pflichtspielen der ersten Mannschaft münden soll.

Dass es an Talenten nicht mangelt, zeigte sich beim Trainingsauftakt. Mit Mirza Catovic, Efe Korkut, Chris Olivier, Lauri Penna (alle U 21) sowie Salvatore Mule und Nils Richter (U 19) durften sich sechs Nachwuchsspieler bei Hoeneß zeigen. Das soll keine Eintagsfliege bleiben. Durch die Arbeit von Weiss sollen sie und andere zukünftig noch mehr profitieren. „Wir sind sehr froh, dass er wieder da ist“, sagt Hoeneß.

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