Das Wechsel-Theater um Enzo Millot ist nun endgültig beendet. Der Mittelfeldspieler verlässt den VfB Stuttgart in Richtung Saudi-Arabien.
Über mehrere Wochen hielt das Transfer-Theater um VfB-Spieler Enzo Millot an. Nun ist endgültig eine Entscheidung gefallen: Der französische Mittelfeldspieler wechselt in die saudische Pro-League zum Club Al-Ahli.
Dort hat der 23-Jährige einen Dreijahresvertrag bis 2028 unterschrieben. Auch europäische Vereine wie Paris FC, Galatasaray Istanbul, Atlético Madrid und zuletzt auch Tottenham Hotspurs hatten ihr Interesse an Millot geäußert. Der VfB Stuttgart wird rund 30 Millionen Euro erhalten.
Millot bestritt insgesamt 113 Pflichtspiele für die Stuttgarter und war an 43 Toren beteiligt – zuletzt als Doppeltorschütze im Pokalfinale gegen Arminia Bielefeld (4:2). Seinen Wechselwunsch hatte er den VfB-Verantwortlichen wiederholt hinterlegt.
Dass es ihn ausgerechnet in den sportpolitisch und gesellschaftlich hochumstrittenen Staat am Persischen Golf zieht, kommt aus sportlicher Sicht überraschend – und bei den VfB-Fans gar nicht gut an. Sie werfen dem Familienvater vor, allein des Geldes wegen zum Club des gebürtigen Nürtinger Trainers Matthias Jaissle zu wechseln.
Der Al-Ahli SC gilt als aufstrebend. In der abgelaufenen Saison gewann man die asiatische Champions League. Seit 2023 ist der Club zu 75 Prozent in Besitz des saudischen Staatsfonds PIF, der unter anderem mehrheitlich Anteile an Newcastle United besitzt. Die großen internationalen Namen tauchen im Kader bislang nicht auf – mit dem Wechsel des ehemaligen Kapitäns der französischen U-21-Nationalmannschaft beginnt sich das zu ändern.