Eigentlich hätte Andreas Broß (li.) den TSV Heimerdingen in der neuen Saison übernehmen sollen – nun steigt er vorzeitig ein. Foto: Pressefoto Baumann
Vor dem richtungsweisenden Kellerduell bei der Spvgg Satteldorf übernimmt Andreas Broß vorzeitig das Trainer-Amt beim abstiegsgefährdeten Club, der sich von Markus Koch trennt.
Paukenschlag beim TSV Heimerdingen nach der 0:5-Klatsche im Derby gegen den SV Leonberg/Eltingen: Der abstiegsbedrohte Club hat sich mit sofortiger Wirkung von Trainer Markus Koch getrennt, der ohnehin nach der Saison gegangen wäre – nun übernimmt Andreas Broß vorzeitig an der Weissacher Straße und soll mit dem Team den Ligaverbleib sichern.
„Wir mussten einen neuen Impuls setzen“, sagt Sportdirektor Daniel Riffert, „wir müssen alles versuchen, um den Abstieg zu verhindern.“ Der Kontakt zu Broß, der als Interimscoach den TSV bereits im Dezember 2024 für drei Partien in der Verbandsliga übernommen hatte, war nie abgerissen – am Sonntag fragte der TSV beim 55-Jährigen an, ob er vorzeitig zur Verfügung stehe. „Als die Anfrage kam“, sagt der Ex-Profi, „war es keine Frage, dass ich zusage.“
Markus Koch (re.) hätte sich ohnehin nach der Saison beim TSV verabschiedet – nun wurde die Trennung vorgezogen. Foto: Baumann/Alexander Keppler
Nach lediglich zwei Punkten aus den letzten drei Spielen rutschte der TSV Heimerdingen wieder bedrohlich nahe an die Abstiegskante. Vier Punkte trennen ihn vom kommenden Gegner Spvgg Satteldorf, der als Tabellen-13. auf dem Abstiegs-Relegationsplatz steht – eine immens wichtige Partie steht am Samstag (15.30 Uhr) daher an. Mit einem Sieg wären die Heimerdinger gerettet. „Wir wollen den ersten Matchball nutzen“, betont Daniel Riffert, der in Satteldorf als Co-Trainer wieder auf der TSV-Bank Platz nehmen wird.