Nach einem holprigen Start – die Gäste hatten deutlich besser ins Spiel gefunden und mit 6:4 geführt – kamen die Oeffinger Handballer besser mit der Situation zurecht und lagen zur Halbzeit mit 14:12 vorn. Es war eine abwechslungsreiche Begegnung, die jedoch auch zahlreiche technische Fehler offenbarte. Doch wenn die rund 450 Zuschauer nach dem Pausendrink ein weiterhin spannendes Spiel erwartet hatten, wurden sie enttäuscht. Die zweite Spielhälfte war eine halbe Lehrstunde in Effizienz, die Gastgeber waren in der Abwehr nun fast nicht mehr zu überwinden, und vorn waren sie fast nicht mehr aufzuhalten. „Die Basis für unseren Spaßhandball ist eine gute Abwehr. Wir wollten dann auch kein Tempo rausnehmen. Wir sind bereit für die Aufstiegsrunde“, sagte Tobias Unfried nach seinem kurzen Kabinengang.
Die Spieler des SV Fellbach machen den Gegner stark
Auf der anderen Seite war der SVF-Trainer Frank Schmid enttäuscht, dass es sein Team in der ersten Spielhälfte nicht geschafft hatte, den Vorsprung auszubauen: „Wir haben den Gegner stark gemacht, und der hat das gut angenommen.“ Das Spiel ist zugunsten des TVOe gekippt, nachdem der Fellbacher Jan Spindler verletzt vom Feld begleitet worden war. Und später, als Frank Schmid den siebten Feldspieler gebracht hatte, um mehr Optionen in der Offensive zu haben, blieb dieser Versuch erfolglos. „Dann haben wir irgendwann auch nicht mehr daran geglaubt“, sagte der Trainer des SVF.
Torwart Yannick Seeger vom TV Oeffingen überzeugt
Bester Werfer auf dem Feld war am Samstag der Ex-Fellbacher Tobias Rühle, der zehn Tore für die Gastgeber erzielte. Auch ohne ihre treffsicheren Werfer Robin Stöhr und Marcel Meyer, die verletzungsbedingt aussetzen mussten, lief es im Angriff rund. Lucas Frey markierte sechs Treffer aus dem Rückraum, Levi Fröschle war sechsmal vom Kreis erfolgreich. Und hinter einer starken Abwehrreihe wusste der Tormann Yannick Seeger immer wieder zu glänzen. Die Handballer des SV Fellbach blieben im Angriff blass. Lediglich Magnus Dierl und Felix Wente konnten sich ab und zu durchsetzen und markierten jeweils vier Treffer. Ihr bester Werfer war Joe Traub, allerdings erzielte er sechs seiner sieben Tore per Siebenmeter.
In der Tabelle der Verbandsliga hat dieses Ergebnis keine Auswirkung, die Oeffinger Handballer werden sich als Tabellenzweite auf die Aufstiegsrunde vorbereiten, das SVF-Team wird sich dahinter einreihen. Doch dieser deutliche Sieg im Nachbarschaftsduell war doch etwas Besonderes. Auch für den Trainer Tobias Unfried, der diesmal von seinen Akteuren in der Kabine erwartet wurde.
TV Oeffingen: Seeger (1), Wersch – Rühle (10/1), Frey (6), Levi Fröschle (6), Ferdinand Würmle (4), Fynn Fröschle (3), Köhler (3), Gregorius, Kolotuschkin, Köngeter, Langenfeld, Manuel Paul, Westner, Zoller.
SV Fellbach: Osap, Wolf – Joe Traub (7/6), Dierl (4), Wente (4), Pick (2), Spindler (2), Freudenreich (1), Georg (1), Schauer (1), Kapp, Mergenthaler, Spiertz, Waldraff.