Vor dem Duell am Samstag im Supercup hat sich Deniz Undav zum Transferpoker um seinen Sturmpartner Nick Woltemade geäußert.

Digital Desk: Michael Bosch (mbo)

Geht er, oder geht er nicht? Ein möglicher Wechsel von Nick Woltemade vom VfB Stuttgart zum FC Bayern München steht vor dem direkten Duell im Supercup an diesem Samstag in Stuttgart (20.30/MHP-Arena, Sat.1 und Sky) nach wie vor im Raum. VfB-Boss Alexander Wehrle hatte unlängst im Gespräch mit unserer Redaktion ein Ultimatum gesetzt, „bis spätestens zum Anpfiff sollte auch alles geklärt sein“, sagte er. Die Bayern haben daraufhin wohl ein drittes Angebot nachgelegt – dass dem VfB nicht genügte. Zumindest stellte es so Woltemade-Berater Danny Bachmann dar.

 

Die Frage, die sich dabei auch stellt: Wie beeinflusst das Transfer-Hickhack die Teamkollegen beim VfB? Zumindest für Woltemades Sturmpartner Deniz Undav spielt der anhaltende Poker mit Bayern München keine Rolle. „Das ist sein Thema, uns interessiert es nicht. Das ist jetzt auch ausgelutscht“, sagte Undav vor dem Duell mit dem Rekordmeister am Wochenende gegenüber Sky und ergänzte: „Wenn er hier bleibt, freuen wir uns. Das Spiel am Samstag ist wichtig, da interessiert es mich nicht, ob Bayern einen Spieler von uns will.“

Undav zu Woltemade: „müssen die Leute um ihn herum klären“

Auch Woltemade, der sich laut mehreren Medienberichten schon seit Wochen mit den Bayern über einen Wechsel in diesem Sommer einig ist, mache einen „ganz normalen“ Eindruck, betonte Undav: „Er trainiert ganz normal wie immer, lacht auch und macht seine Späße. Er hat am Wochenende auch wieder gut gespielt. Es ist auch nicht sein Bier. Das müssen die Leute um ihn herum klären, deshalb konzentriert er sich auf Fußball und geht gut mit der Situation um.“

Die Bayern haben dem Vernehmen nach bislang 50 Millionen plus fünf Millionen Euro Boni für Woltemade geboten. DFB-Pokalsieger Stuttgart will aber wohl erst ab 65 Millionen mit den Münchnern verhandeln. Bayerns Sportvorstand Max Eberl hatte zuletzt betont, das Thema sei vorerst „vom Tisch“. Jedoch wird darüber spekuliert, dass ein möglicher Verkauf von Bayerns Kingsley Coman nach Saudi-Arabien den Poker noch einmal anheizen könnte.