Aufgrund der Schneeschmelze und des Dauerregens hat der DWD für einige Landkreise im Schwarzwald eine Unwetterwarnung herausgegeben.
Aufgrund anhaltenden Dauerregens, kräftigen Tauwetters und zunehmend stürmischen Winds warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) weiterhin vor erheblichen Gefahren in Teilen Baden-Württembergs. Besonders im Schwarzwald und im Südschwarzwald kann es zu hohen Abflussmengen, überfluteten Straßen und möglichen Erdrutschen kommen.
Baden-Württemberg liegt aktuell im Einflussbereich von Tief „TAMARA“, das mit einer kräftigen Westströmung feuchtmilde Meeresluft heranführt.
Dauerregen bis Freitagfrüh
Seit Dienstagabend hält der Regen an und soll laut DWD bis Freitagfrüh andauern.
- Schwarzwald: 60 bis 80 Liter pro Quadratmeter, in Staulagen bis zu 120 Liter (markante Warnung Dauerregen, Stufe 2 von 4).
- Andere Landkreise: Es tritt Dauerregen wechselnder Intensität auf. Dabei werden Niederschlagsmengen zwischen 40 und 50 Liter pro Quadratmeter erwartet.
Für mehrere Landkreise in Baden-Württemberg gelten amtliche Warnungen vor Dauerregen – unter anderem für:
- Neckar-Odenwald-Kreis
- Rhein-Neckar-Kreis
- Stadt Heidelberg
- Ortenaukreis
- Kreis Freudenstadt
- Kreis Emmendingen
- Schwarzwald-Baar-Kreis
- Kreis Calw
- Breisgau-Hochschwarzwald
- Freiburg
- Kreis Lörrach
- Kreis Waldshut
- Kreis Rottweil
- Stadt und Kreis Karlsruhe
- Enzkreis und Stadt Pforzheim
- Stadt Baden-Baden
- Kreis Rastatt
In besonders exponierten Lagen sind weiterhin hohe Niederschlagsmengen möglich.
Unwetterwarnung vor starkem Tauwetter ab 1000 Metern
Zusätzlich gilt in höheren Lagen eine Unwetterwarnung vor starkem Tauwetter (Stufe 3 von 4). Oberhalb von 1000 Metern taut die Schneedecke bei positiven Temperaturen und anhaltendem Regen deutlich ab. Die Abflussmengen erreichen zwischen 70 und 90 Litern pro Quadratmeter, im Zusammenspiel mit Dauerregen sind im Südschwarzwald bis zu 120 Liter möglich.
Betroffen sind unter anderem:
- Kreis Waldshut
- Kreis Lörrach
- Kreis Breisgau-Hochschwarzwald und Stadt Freiburg
- Schwarzwald-Baar-Kreis
- Kreis Emmendingen
Die Unwetterwarnung vor starkem Tauwetter gilt von Dienstag, 10. Februar, 18 Uhr bis Donnerstag, 12. Februar, 12 Uhr.
Laut DWD besteht eine große Gefahr durch:
- Überflutungen von Straßen und Unterführungen
- Gefahr für gewässernahe Gebäude
- mögliche Erdrutsche, insbesondere in Hanglagen
Der DWD rät, überflutete Abschnitte zu meiden, das Fahrverhalten anzupassen und Behinderungen einzuplanen. Bei drohender oder bestehender Überflutung sollen Keller sofort verlassen werden. Informationen zur aktuellen Hochwasserlage gibt es unter www.hochwasserzentralen.de.
Kräftiger Wind bis hin zu schweren Sturmböen
Neben Regen und Tauwetter verschärft sich die Lage durch starken Wind.
Am Mittwoch nimmt der Wind weiter zu, der Höhepunkt wird am Nachmittag erwartet. Verbreitet sind starke bis stürmische Böen um 60 km/h aus Südwest möglich, oberhalb etwa 600 Metern bis 70 km/h.
- Oberhalb 1000 Meter: Sturmböen um 80 km/h
- Im Hochschwarzwald: Böen um 90 km/h
- Auf exponierten Gipfeln: schwere Sturmböen bis 100 km/h
In der Nacht zum Donnerstag lässt der Wind vorübergehend nach, zum Ausgang der Nacht sind erneut ähnlich starke Böen möglich. In Hochlagen sind schwere Sturmböen bis hin zu orkanartigen Böen nicht ausgeschlossen.
Für zahlreiche Kreise – darunter Waldshut, Lörrach, Breisgau-Hochschwarzwald, Emmendingen und der Schwarzwald-Baar-Kreis – gelten zusätzlich Warnungen vor Sturmböen und Windböen, teils bis Freitagvormittag.
Wetter heute und in der Nacht
Der Mittwoch verläuft nahezu landesweit bedeckt mit wiederholtem Regen. Im Schwarzwald regnet es anhaltend, in höheren Lagen kommt starkes Tauwetter hinzu.
Die Höchstwerte liegen zwischen 6 Grad im Südschwarzwald und bis zu 13 Grad am südlichen Oberrhein. Der Wind weht mäßig aus Südwest, in Böen stark bis stürmisch, im Bergland und Hochschwarzwald teils mit schweren Sturmböen.
In der Nacht zum Donnerstag zieht der Regen zunächst Richtung Nordosten ab. Danach bleibt es meist trocken, allerdings weiterhin stark bewölkt. Später setzt erneut Regen ein. Die Tiefstwerte liegen zwischen 9 und 2 Grad. Der Westwind bleibt stark böig, im Bergland stürmisch, in Hochlagen mit schweren Sturmböen bis hin zu orkanartigen Böen.
Die Kombination aus Dauerregen, starkem Tauwetter und Sturm hält die Lage insbesondere im Südschwarzwald angespannt. In betroffenen Regionen sollten aktuelle Warnmeldungen aufmerksam verfolgt und mögliche Verkehrsbehinderungen einkalkuliert werden.