Kaution für Einreise in die USA: Wer muss für ein Visum Geld hinterlegen?

Touristen aus 50 Ländern müssen für die Einreise eine Kaution bezahlen.
Adam McCullough / shutterstock.comDie Regelung betrifft ausschließlich Staatsangehörige bestimmter Länder, die ein sogenanntes B1/B2-Visum (Tourismus oder Geschäftsreise) beantragen. Das US-Außenministerium hat dafür eine Liste mit aktuell rund 50 Staaten veröffentlicht.
Dazu gehören die folgenden Länder:
Die USA begründen das Programm mit hohen Quoten von Visa-Überziehungen in bestimmten Ländern. Ziel ist es, die Rückkehrbereitschaft zu erhöhen. Das System läuft zunächst als Pilotprojekt.
Wie hoch ist die Kaution?
Die Höhe der Kaution beträgt entweder 5.000 US-Dollar, 10.000 US-Dollar oder 15.000 US-Dollar. Die genaue Summe wird individuell im Rahmen des Visainterviews festgelegt. Die Kaution wird nicht automatisch verlangt. Sie wird nur dann fällig, wenn ein Konsularbeamter dies im Einzelfall anordnet. Erst nach dieser Aufforderung müssen Antragsteller: ein spezielles Formular (Form I-352) einreichen die Zahlung über die offizielle US-Plattform Pay.gov leisten. Zahlungen über Drittanbieter sind ausdrücklich ausgeschlossen.
Bekommt man das Geld zurück?
Das Geld wird in der Regel zurückerstattet, wenn die Einreisebedingungen eingehalten werden. Dazu gehört vor allem, dass Reisende die USA rechtzeitig wieder verlassen. Auch wenn die Reise gar nicht angetreten wird oder die Einreise verweigert wird, wird die Kaution zurückgezahlt. Problematisch wird es hingegen, wenn die erlaubte Aufenthaltsdauer überschritten wird oder sich der Aufenthaltsstatus ändert – dann kann die Kaution einbehalten werden.
Gilt das auch für Deutsche?
Nein. Für Staatsbürger aus Deutschland oder anderen EU-Staaten gilt die Regelung derzeit nicht. Sie reisen in der Regel visumfrei über das ESTA-System ein und sind von der Kaution nicht betroffen.
