USA greifen Iran an Start in den nächsten großen Krieg

Mit strategischen Bombern vom Typ B-2 haben die USA den Iran angegriffen. Foto: IMAGO/ZUMA Press Wire

Der Angriff der USA auf den Iran trifft die Richtigen. Es wird aber nicht bei ein paar Präzisionsangriffen bleiben, schreibt Chefredakteur Christoph Reisinger.

Aus stichhaltigem Grund sind die USA in Israels Krieg gegen den Iran eingetreten. Dessen Atomrüstung, seine Drohungen gegen arabische Nachbarn und die Leugnung des Existenzrechts Israels stellen seit Jahren eine massive und wachsende Dauerbedrohung dar. Leider keine, die auf dem Verhandlungsweg zu beseitigen war – das steht fest.

 

Blühende Fantasien vom Sturz des Regimes

Die Verantwortung dafür trägt die Kleriker-Diktatur im Iran. Ein hässliches Regime, gewalttätig nach innen und außen. Dass nun Fantasien ins Kraut schießen, mit der Atomrüstung des Iran lasse sich auch gleich seine Führung entsorgen, ist verständlich. Aber das werden Fantasien bleiben. Mit Luftschlägen sind Regimewechsel von außen nicht zu machen. Zu viel mehr ist Israel aber nicht in der Lage. Sind die USA willens zu mehr – bis hin zur großen Bodenoffensive?

Man sollte nicht vergessen, wie die Dinge von 2003 an im Irak unter ähnlichen Vorzeichen gelaufen sind. Das blutrünstige Regime des Saddam Hussein war 2003 schnell gestürzt, es folgten jedoch viele verlustreiche und teure Einsatzjahre für die Amerikaner. Am Ende haben von der Destabilisierung des Irak weder sie noch ihre Verbündeten am Golf, noch Israel profitiert, sondern Iran und die Terroristenbande Islamischer Staat.

Folgen bis nach Europa spürbar

Jetzt ist der Iran zwar erheblich geschwächt. Seine Reaktionen, generell der nochmals ausgeweitete Krieg, werden aber im gesamten Nahen Osten und auch in Europa und den USA zu spüren sein.

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