Die Stadt Ludwigsburg untersagt ab 22. Mai sogenannte Poser- und Tuning-Treffen auf ihrem Gebiet. Das Verbot ist eine Reaktion auf ein Großtreffen am Breuningerland am 2. Mai.
Die Stadt Ludwigsburg verbietet per Allgemeinverfügung ab dem 22. Mai sogenannte Auto-Poser- und Tuning-Treffen. Das Verbot ist eine Reaktion auf das jüngste Treffen der Szene Anfang Mai, bei dem gut 850 Fahrzeuge und 2000 Menschen zum Breuningerland gekommen waren. Hierdurch sei es zu erheblichen Lärmbelästigungen, Rückstaus sowie zu massiven Verkehrsbeeinträchtigungen für den ÖPNV und Unbeteiligte gekommen.
Verfügung gilt für das gesamte Stadtgebiet
Untersagt ist es laut Pressemitteilung der Stadt auch, ähnliche Veranstaltungen ohne Genehmigung durchzuführen, zu organisieren oder zu bewerben, bei denen durch Ansammlungen von Fahrzeugen und Personen öffentliche Straßen, Verkehrsflächen oder öffentlich zugängliche Parkplätze und Parkhäuser mehr als verkehrsüblich in Anspruch genommen werden und hierdurch die Sicherheit oder Ordnung gefährdet oder die Nutzung der Verkehrsflächen für den Gemeingebrauch wesentlich eingeschränkt wird.
Die Allgemeinverfügung gilt für das gesamte Stadtgebiet, insbesondere aber für das Gebiet um das Einkaufszentrum Breuningerland Ludwigsburg. Die Verfügung tritt am Freitag, 22. Mai, in Kraft und gilt anschließend bis einschließlich 1. November 2026.
Burnouts und Drifts sind ebenfalls verboten
„Mit der Allgemeinverfügung handeln wir nun frühzeitig und konsequent im Hinblick auf diese kritische Entwicklung“, so Oberbürgermeister Matthias Knecht. „Wir wollen verhindern, dass sich gefährliche und höchst problematische Szenetreffs in Ludwigsburg etablieren. Die Sicherheit im Straßenverkehr sowie der Schutz der anderen Verkehrsteilnehmenden und der Anwohnenden stehen für uns an oberster Stelle.“
Die Allgemeinverfügung untersagt deshalb insbesondere auch szenetypische Verhaltensweisen wie Burnouts, Drifts, vermeidbaren Motorenlärm sowie die gezielte Nutzung von Straßen und Parkflächen als „Schaustrecken“. Die Stadt Ludwigsburg befindet sich diesbezüglich in enger Abstimmung mit der Polizei und dem Breuningerland. Die ebenfalls betroffene Nachbarkommune Tamm wurde über die Maßnahme informiert.