Grafenau drängt auf eine dauerhafte Lösung an der Wiesengrund-Kreuzung. Pläne gibt es, aber noch keine Entscheidung.

Die Ampelanlage an der Kreuzung L 1182 / L 1183 bei der Grafenauer Wiesengrundhalle bleibt vorerst bestehen. Gleichzeitig wird die Landesstraße 1189 von Schafhausen nach Ostelsheim (Kreis Calw) demnächst wieder eröffnet, aber nur als Einbahnstraße.

 

„Ich möchte nicht den Verkehr in der Ortsdurchfahrt Dätzingen“, bekräftigte Bürgermeister Martin Thüringer (parteilos) in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats – und mahnte beim anwesenden Vertreter des Regierungspräsidiums Stuttgart die möglichst schnelle beidseitige Öffnung der L 1189 sowie eine dauerhafte Lösung an der Wiesengrundkreuzung an.

Die Entscheidung trifft das Land

„Ein Kreisverkehr würde gehen, aber die Ampelanlage ist billiger“, zeigte der zuständige Referent Andreas Klein zukünftige Perspektiven auf. Der Knotenpunkt werde geplant und zu diesem Zweck seien Verkehrszählungen vor und während der Vollsperrung der L 1189 durchgeführt worden. Entscheiden, was letztendlich passiert, werde der Baulastträger und damit das Land.

Das betrifft auch mögliche Änderungen an den Fahrstreifen und die Synchronisierung mit den anderen vorhandenen Ampeln an der Strecke. Um künftig längere Schlangen insbesondere im Schichtverkehr zu vermeiden, so wie sie sich bis vor kurzem manchmal von der Wiesengrund-Ampel bis zur Ortsausfahrt Döffingen zurück stauten.

Knackpunkt ist die Bahnbrücke über die Hacksbergschleife. Foto: Langner

Wie es nach den bald abgeschlossenen Kanalbaumaßnahmen mit der L 1189 weitergeht, ist dagegen völlig offen. Knackpunkt ist die Bahnbrücke über die mit dem Tunnelbau der Hessebahn endgültig abgeklemmte Hacksbergschleife. Deren schlechter Zustand lasse eine beidseitige Belastung aus Sicherheitsgründen nicht mehr zu.

Was passiert mit der Brücke

Ob die Brücke saniert oder entfernt und durch eine aufgeschüttete Trasse ersetzt werde, liege in der Hoheit der Hessebahn, so Fachmann Klein. Die Einbahnregelung bleibe mindestens ein Jahr, wenn nicht sogar bis 2030, machte der Verkehrsplaner aus Stuttgart den Verkehrslärm geplagten Grafenauern wenig Hoffnung auf eine baldige Entlastung. „Ein Lkw-Verbot ist nicht meine Baustelle“, entgegnete er außerdem auf ein diesbezügliches Ansinnen aus dem Gremium.