VfB Stuttgart beim FC St. Pauli Ein Sieg für das Selbstbewusstsein

Der Jubel war groß beim VfB nach dem Siegtreffer am Millerntor. In der Bildergalerie sehen Sie weitere Eindrücke der Partie. Foto: Pressefoto Baumann

Der VfB-Erfolg in Hamburg scheint beim Blick auf die Tabelle nicht besonders bedeutend – er ist es aber sehr wohl aus mehreren Gründen, kommentiert David Scheu.

Sport: David Scheu (dsc)

Erleichterung pur beim VfB Stuttgart. Nach nur einem Sieg aus den jüngsten zehn Bundesliga-Spielen hat das Team mal wieder einen Sieg eingefahren – und dass dieser beim FC St. Pauli trotz des späten Zeitpunkts des 1:0-Siegtreffers durch Nick Woltemade ein verdienter war, ist angesichts der Stuttgarter Chancenfülle keine besonders kontroverse Feststellung.

 

Was der Dreier nun bringt? Rein tabellarisch erst einmal nicht viel. Der VfB bleibt mit 44 Punkten im Mittelfeld des Tableaus, der Europa-Zug über die Liga ist aller Voraussicht nach abgefahren, für einen Platz in den Top 6 hat die Mannschaft zu viele Zähler liegen gelassen. Belanglos oder unwichtig war das Erfolgserlebnis im Hamburg aber auf gar keinen Fall. Im Gegenteil, seine Bedeutung für die Psyche ist sogar eine überaus hohe.

Das Ergebnis prägt die Stimmungslage entscheidend

Zwar haben die Verantwortlichen in den vergangenen Wochen mit gutem Grund Leistung und Ergebnis stets getrennt betrachtet, auch nach Niederlagen differenziert, das Positive nicht ausgeklammert. Aber: Selbstredend steht das Resultat im Profisport am Ende im Fokus, es prägt die Stimmungslage entscheidend. Die ist jetzt beim VfB eine bessere, da das Team anders als zuletzt in der Schlussphase einmal ein Spiel auf seine Seite gezogen hat.

Das wiederum ermöglicht ein ruhigeres Arbeiten – und Verbesserungspotenzial gibt es ja ohne Zweifel nach wie vor. Man denke nur an die Chancenverwertung, bei der am Millerntor wie in den Partien zuvor auch viel Luft nach oben war. Hier gilt es nun weiter anzusetzen. Denn der große Höhepunkt rückt näher und näher, das Pokalfinale in Berlin ist nur noch drei Wochen entfernt. Auf das steuert der VfB nun zwar weiterhin mit Aufgaben in der Trainingsarbeit zu – aber seit Samstag auch mit Rückenwind und mehr Leichtigkeit. Das kann viel wert sein.

Weitere Themen