VfB Stuttgart Die besondere Pokal-Geschichte von Ermedin Demirovic
Der Stürmer gewann 2025 mit dem VfB den Pokal – er hat aber im Trikot des jetzigen Halbfinalgegners SC Freiburg eine Endspiel-Erfahrung gemacht, die immer noch schmerzt.
Der Stürmer gewann 2025 mit dem VfB den Pokal – er hat aber im Trikot des jetzigen Halbfinalgegners SC Freiburg eine Endspiel-Erfahrung gemacht, die immer noch schmerzt.
In der aktuellen Bundesliga-Saison traf der VfB Stuttgart zweimal auf den SC Freiburg, mit komplett unterschiedlichen Ergebnissen. In der Hinrunde gab es im Breisgau eine 1:3-Niederlage, das Rückspiel gewann der Tabellenvierte mit 1:0. Die beiden VfB-Tore in den zwei Partien erzielte Ermedin Demirovic, der natürlich auch im Halbfinale des DFB-Pokals an diesem Donnerstag (20.45 Uhr) gerne treffen und erneut einen Sieg gegen den SCF feiern würde – für ihn wäre dieser Erfolg besonders emotional. Denn der Stürmer hat nicht nur eine Freiburger Vergangenheit, sondern auch eine spezielle Pokal-Geschichte.
Ermedin Demirovic (28) stand bislang in Berlin in zwei Endspielen. Einmal ging es nicht gut aus für ihn. Im Duell des SC Freiburg mit RB Leipzig im Mai 2022 wurde der Angreifer in der 79. Minute eingewechselt. Sein Team hatte drei Minuten zuvor in Überzahl den Ausgleich kassiert, aber dennoch beste Chancen auf den Sieg – auch in Person von Ermedin Demirovic.
Zunächst landete ein Kopfball des damaligen Freiburgers in der Verlängerung am linken Pfosten, anschließend vergab er eine weitere große Möglichkeit. Und schließlich war er einer von zwei SCF-Schützen, die im Elfmeterschießen scheiterten: der Versuch von Ermedin Demirovic klatschte an die Latte. Am Ende feierte RB Leipzig den Pokal-Triumph – wie der VfB drei Jahre später.
2025 schlugen die Stuttgarter im Finale Arminia Bielefeld mit 4:2. Ermedin Demirovic wurde in der 69. Minute eingewechselt, bei der anschließenden Feier spielte er von Beginn an eine Hauptrolle. „Ich war die ganze Nacht wach“, sagte er am nächsten Morgen, „es ist ein unglaubliches Gefühl.“ Das Lust auf weitere Titel gemacht.
Schon im Trainingslager vor der laufenden Saison sprach Ermedin Demirovic über die Ambitionen seines Teams („Wir haben Blut geleckt“), nun fehlt nur noch ein Schritt, um erneut ins Pokalfinale einzuziehen. Diesen zu gehen, wird alles andere als einfach, umso mehr hofft Ermedin Demirovic, dass es dem VfB gelingt, die Partie gegen den SC Freiburg in der regulären Spielzeit oder spätestens in der Verlängerung für sich zu entscheiden. Denn seit dem Pokalfinale 2022 hat er mehrfach erklärt, wie wenig er von der Lotterie hält, die folgt, wenn der Sieger nach 120 Minuten noch nicht feststeht. „Elfmeterschießen ist eklig, das mag ich gar nicht“, pflegt er auf entsprechende Fragen zu antworten, „ich wünsche keinem Spieler dieser Welt, in so eine Situation zu kommen – denn ich weiß, wie es sich anfühlt, in diesem entscheidenden Moment zu scheitern.“