VfB Stuttgart Gute Nachrichten für den VfB: Es geht hoch in der TV-Tabelle
Die Stuttgarter machen im wichtigen Medienranking mindestens einen Platz gut – und können am letzten Spieltag weiter klettern. Ein Blick auf die Summen und die Konstellation.
Die Stuttgarter machen im wichtigen Medienranking mindestens einen Platz gut – und können am letzten Spieltag weiter klettern. Ein Blick auf die Summen und die Konstellation.
Naht das Saisonende, intensivieren sich immer auch die tabellarischen Rechenspiele. Der VfB Stuttgart bildet da keine Ausnahme. Während hinter der Qualifikation für die Champions League vor dem letzten Spieltag noch ein Fragezeichen steht, ist eine andere Entscheidung bereits gefallen: Im wichtigen Medienranking werden die Stuttgarter mindestens einen Platz klettern und damit zusätzliche Millionen-Einnahmen verbuchen.
Momentan belegt der VfB in der TV-Tabelle den achten Platz hinter dem FSV Mainz 05 – den man aber sicher überholen wird, sobald die Ergebnisse der laufenden Saison in die Wertung einfließen. Das rechnet sich finanziell, da jeder Platz durchschnittlich 2,5 Millionen Euro zusätzlich einbringt. Damit werden die derzeit 51 Millionen Euro Einnahmen zur neuen Saison weiter steigen. Schon jetzt ist die Größenordnung beträchtlich mit Blick auf den jährlichen Gesamtertrag der VfB AG von zuletzt knapp 300 Millionen Euro.
Wie die Verteilung der Medienerlöse zustande kommt? Rund 1,1 Milliarden Euro schüttet die Deutsche Fußball-Liga (DFL) pro Saison aus der nationalen Vermarktung an die 36 Proficlubs der beiden höchsten Spielklassen aus – in einem Verhältnis von 80:20 zwischen erster und zweiter Liga. Bis 2029 gilt dieser Vertrag mit den Anbietern wie Sky oder DAZN.
Während 50 Prozent der Summe in der jeweiligen Liga zu gleichen Teilen an die Vereine gehen, erfolgt die Verteilung der anderen Hälfte nach Leistungskriterien. Das mit Abstand wichtigste: die Fünfjahreswertung. Die Platzierung der zuletzt gespielten Saison zählt dabei am meisten (fünffach), die am längsten zurückliegende am wenigsten (einfach). Da der VfB die laufende Spielzeit mindestens vier Plätze vor dem FSV Mainz 05 abschließen wird, lässt er die Rheinhessen ab Sommer hinter sich und übernimmt Rang sieben im Medienranking.
Es kann sogar noch einen Platz weiter nach oben gehen, was aber eher unwahrscheinlich ist. Um den SC Freiburg von Rang sechs der TV-Tabelle zu verdrängen, müsste der VfB die laufende Bundesliga-Saison fünf Plätze vor den Breisgauern abschließen. Das kann nur passieren, wenn der VfB Vierter bleibt und Freiburg am letzten Spieltag auf Rang neun zurückfällt.
Gefahr beim Blick in die Rückspiegel droht den Stuttgartern derweil nicht. Die im Medienranking direkt dahinter platzierten Mannschaften (Union Berlin, VfL Wolfsburg, Borussia Mönchengladbach) werden die laufende Saison allesamt hinter dem VfB abschließen und daher auf keinen Fall in der TV-Tabelle vorbeiziehen.
Von all diesen Konstellationen unberührt ist die Ausschüttung aus der internationalen Vermarktung, die über einen separaten Topf erfolgt. Dessen Gesamtvolumen lag zuletzt bei knapp 200 Millionen Euro pro Saison und damit doch deutlich unterhalb der Summe aus der nationalen Vermarktung. In der laufenden Saison erhält der VfB knapp fünf Millionen Euro aus den internationalen Medienerlösen.