VfB Stuttgart im Pokalfinale Nach Einlass-Stau am Südtor – was sich für VfB-Fans ändert

Kaum etwas ging voran: Die Situation vor dem Südtor sorgte 2025 für Gesprächsstoff. Foto: Pressefoto Baumann

Neue Wegeführung, Metalldetektoren, frühere Stadionöffnung: Nach den Problemen vor dem Finale 2025 hat sich einiges getan. Das betrifft nun die Stuttgarter Anhänger.

Sport: David Scheu (dsc)

Zwei Stunden Wartezeit, dichtes Gedränge, kaum ein Vorankommen: Die Einlass-Situation am Südtor des Olympiastadions sorgte im vergangenen Jahr rund um das Finale im DFB-Pokal für einigen Ärger. Vor allem bei Arminia Bielefeld, dessen Fans auf dem Weg zu ihren Plätzen rund um das Marathontor dieses Nadelöhr zu passieren hatten und teils den Einlauf der Mannschaften verpassten. Der DFB – als Veranstalter für den Einlass zuständig – entschuldigte sich im Anschluss und kündigte Änderungen an.

 

Diese werden nun im Endspiel am 23. Mai zwischen dem VfB Stuttgart und dem FC Bayern die Anhänger des VfB betreffen. Denn anders als im Vorjahr sind sie nicht wieder in der Ostkurve platziert, sondern auf der gegenüberliegenden Seite – wodurch sie auf ihrem Weg ins Stadion ebenjene Stelle passieren müssen, bei der es zuletzt Probleme gab.

Zunächst: Neu ist die Thematik nicht. Am Südtor (erreichbar über die S-Bahn-Station) ging es in den Vorjahren immer mal wieder enger zu als am Osttor (erreichbar über die U-Bahn-Station). Zum einen wegen der geringeren Zahl der Drehkreuze, zum anderen aufgrund des etwas kleineren vorgelagerten Coubertinplatzes im Vergleich zum Olympischen Platz. Die Vorfälle im Vorjahr hatten dann aber doch ein neues Ausmaß – und stießen einiges an. Der DFB legte im Februar 2026 mit der Polizei und der Betreibergesellschaft eine Analyse vor und drängte in den Verhandlungen mit der Stadt Berlin um eine Verlängerung des Endspiel-Vertrags auf infrastrukturelle Verbesserungen.

Auch das Abscannen der Tickets war und ist ein Thema

Was sich nun in diesem Jahr konkret ändert am Südtor? Einiges. Vor dem Stadion wird die Wegeführung eine neue sein, worauf zahlreiche Volunteers sicht- und hörbar hinweisen. Hatte es 2025 bei den Personenströmen noch zwei Trichter mit einer leeren Zone dazwischen gegeben, sollen nun unter anderem Parkflächen wegfallen.

Am Einlass wird zudem die Infrastruktur massiv ausgebaut – und die Zahl der Drehkreuze um 30 erhöht. Bei der Kontrolle kommt schließlich ein Open-Gates-System mit Metalldetektoren zum Einsatz, wie es unter anderem in der Südkurve des FC Bayern angewandt wird. Beim Pokalfinale in Berlin aber wird es nicht als Ersatz der manuellen Kontrolle fungieren, sondern als Ergänzung.

Das Marathontor. Hier werden sich dieses Jahr die Plätze der VfB-Fans befinden. Foto: Pressefoto Baumann

Auch das Abscannen der Tickets war und ist Thema. Im Vorjahr war in Fankreisen mitunter die Rede davon, dass nicht alle Lesegeräte richtig funktionierten und sich die Wartezeit so weiter verzögert habe. Dem widerspricht der DFB auf Nachfrage: „Die Scanner haben alle funktioniert.“ Allerdings seien technische Verbesserungen der Leseeinheiten und Skalierungen zusätzlich vorgenommen worden.

Die vielen Änderungen sollen nun am 23. Mai einen deutlich störungsfreieren Einlass am Südtor als im Vorjahr gewährleisten – wie übrigens auch eine Anpassung im zeitlichen Ablauf. Anders als zuletzt öffnen die Tore des Olympiastadions nicht erst drei Stunden vor Spielbeginn, sondern vier Stunden vorher um 16 Uhr. Eine frühzeitige Anreise empfiehlt und lohnt sich für die VfB-Fans am Samstag also mehr denn je.

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