VfB Stuttgart im Pokalfinale Alle wollen Public Viewing: aber noch einige Fragen offen

So war es bei Fußball-EM 2024: Public Viewing auf dem Schlossplatz. Foto: Lichtgut/Julian Rettig

Die Absicht ist erklärt: Es soll zum Pokalfinale ein Public Viewing auf dem Schlossplatz geben. Der Teufel steckt allerdings im Detail. Eine der drängenden Fragen: Wer zahlt es?

Es saßen die Richtigen beinander. Beim Sieg des VfB Stuttgart am Mittwochabend im Halbfinale des DFB-Pokals gegen Leipzig jubelten auf der Tribüne hernach Landesvater Winfried Kretschmann, Finanzminister Danyal Bayaz, Stuttgarts OB Frank Nopper und Thomas Pollak von der Veranstaltungsgesellschaft in.Stuttgart miteinander. Dabei konnten sie gleich mal diskutieren, was man denn nun am 24. Mai zum Pokalfinale in der Stadt so treibt.

 

Noch viele offene Fragen

Offenbar ist man sich einig, dass man das Pokalfinale auf dem Schlossplatz zeigen möchte. Es gab und gibt Gespräche zwischen dem VfB, der Stadt Stuttgart und dem Land als Eigentümer des Schlossplatzes. Doch der Teufel steckt im Detail. Vor allem in der nicht nur für Schwaben bedeutsame Frage, wer zahlt es? Es braucht eine Leinwand, Bühne, Zäune, Gastro, Ordner, womöglich ein Programm über den Fußball hinaus. Und man muss das alles aufbauen und wieder abbauen. Und ziemlich sicher hinterher den Rasen wieder erneuern. Und das bedeutet auch, der Schlossplatz wird während des Aufbaus und Abbaus mehrere Tage nicht zugänglich sein. Was nach der EM 2024 einigen Unmut auslöste, weil die gute Stube der Stadt etliche Zeit abgesperrt blieb. Wegen des neuen Rollrasens.

Zigtausende kamen 2007 beim Gewinn der Meisterschaft des VfB. / Foto: dpa/Marijan Murat

Die Stadt will natürlich auch die Mannschaft empfangen. Macht man dies dann am Rathaus? Oder sonntags auf dem Schlossplatz, wenn da ohnehin schon alles aufgebaut ist? Doch dies hängt vor allem am Erfolg. Gewinnt die Mannschaft den Pokal, füllt sich der Schlossplatz auch sonntags wieder, verliert sie, reicht das Rathaus.

Die Gespräche laufen

Es gibt also einige Unwägbarkeiten. Oberbürgermeister Frank Nopper sagt: „Die Idee ist großartig. Wir haben in Stuttgart schon viele große Public-Viewing-Momente erlebt und würden uns auf weitere freuen. Dennoch können wir noch keine Zusage machen.“ Das Finanzministerium als Hausherr lässt ausrichten: „Für alle Fans, die nicht nach Berlin können, wäre das eine schöne Alternative. Wir wollen das Public Viewing auf dem Schlossplatz gerne ermöglichen, davor sind allerdings noch Details mit der Stadt und dem Verein zu klären.“

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