VfB Stuttgart in Hoffenheim Was für ein Drama! Was für ein Glück! Was für eine Moral!
Das spektakuläre 3:3 des VfB bei der TSG Hoffenheim wird in die Geschichte eingehen – und am Ende womöglich zum entscheidenden Schritt in die Champions League.
Das spektakuläre 3:3 des VfB bei der TSG Hoffenheim wird in die Geschichte eingehen – und am Ende womöglich zum entscheidenden Schritt in die Champions League.
Was für ein Drama. Was für ein Spektakel. Und was für ein glückliches Ende für den VfB Stuttgart. Das 3:3 bei der TSG Hoffenheim nach 1:3-Rückstand und knapp 25 Minuten in Unterzahl wird noch lange in Erinnerung bleiben. Und am Ende der Saison womöglich als das entscheidende Spiel im Kampf um den Einzug in die Königsklasse eingehen.
Denn mit dem 3:3 bleibt der VfB in der Tabelle zwei Spieltage vor Saisonschluss vor den Hoffenheimern und hat im Rennen um Platz vier weiter alles in der eigenen Hand.
Das Team von Sebastian Hoeneß zeigte eine famose Moral in Unterzahl und schoss nach dem berechtigten Platzverweis nach grobem Foul gegen Kapitän Atakan Karazor noch den späten Ausgleich. Der VfB war der Gewinner nach diesem Unentschieden von Sinsheim: Spieler, Trainerteam und die zahlreich mitgereisten Anhänger bejubelten den späten Punktgewinn wie einen Sieg.
Das verwunderte auch deshalb nicht, da es lange Zeit nicht danach aussah, als würden die Weiß-Roten etwas Zählbares mitnehmen aus dem Nordbadischen, Platzverweis hin oder her.
Denn der Auftritt in den ersten 65 Minuten warf Fragen auf. Erschreckend schwach präsentierte sich die Hoeneß-Elf da gegen eine bärenstarke TSG. Träge, uninspiriert und offenbar ohne jedes Mittel nach vorne wie hinten gegen die griffigen Gastgeber: so traten die Weiß-Roten auf. Komplette Ratlosigkeit herrschte bisweilen auf dem Platz und auch draußen, wo Trainer Hoeneß verzweifelt versuchte, in Hälfte eins irgendwie Einfluss zu nehmen.
Zur Wahrheit gehört auch, dass sich Hoffenheim in der zweiten Hälfte übertraf in seinen Unzulänglichkeiten vor dem VfB-Tor. Miserabel spielten die Kraichgauer ihre Konter in Überzahl zu Ende. Und miserabel war auch die Chancenverwertung bei einigen klaren Möglichkeiten.
Keine Frage: Der VfB hatte großes Glück am Samstagnachmittag und einen starken Keeper Alexander Nübel – bewies aber eben auch: große Moral in Unterzahl. Weshalb das Hoeneß-Team nach der Aufholjagd mit zehn Mann mit Rückenwind ins Saisonfinale mit den letzten Ligaspielen gegen Bayer Leverkusen und Eintracht Frankfurt geht.