Joshua Kimmich beim Sieg des FC Bayern gegen Real Madrid. Nun wollen die Bayern gegen den VfB den Meistertitel klarmachen. Foto: IMAGO/DeFodi Images
Nach dem Einzug ins Halbfinale der Champions League hat der FC Bayern schnell ein neues Ziel formuliert. Am Sonntag soll der Meistertitel her – im Duell mit dem VfB Stuttgart.
Der Jubel im Lager des FC Bayern war riesengroß nach dem Triumph über Real Madrid und dem Einzug ins Halbfinale der Champions League. Nicht kleiner war am Mittwochabend die Lust, mit dem Feiern am kommenden Sonntag gleich weiterzumachen. „Das würde diese Woche natürlich noch mal abrunden“, sagte der Münchner Sportvorstand Max Eberl – mit Blick auf die Partie gegen den VfB Stuttgart am Sonntagabend (17.30 Uhr). Denn: Dann können die Bayern mit einem Sieg schon die Meisterschaft klarmachen.
Derzeit liegt der Rekordmeister zwölf Punkte und 47 Tore vor Borussia Dortmund. Selbst wenn der BVB am Samstag bei der TSG Hoffenheim gewinnen sollte, wäre der FC Bayern bei einem eigenen Sieg gegen den VfB und dann weiter zwölf Zählern und unzähligen Toren Vorsprung bei vier ausstehenden Spielen nicht mehr einholbar. Gewinnt der BVB im Kraichgau nicht, könnten die Münchner sogar rechnerisch alles klarmachen. „Das“, sagte Eberl, „wäre ein großartiger Abschluss.“
Allerdings berichtete der Sportchef der Bayern auch davon, wie der Trainer Vincent Kompany am Mittwochabend schon über den Sonntag hinausblickte: „Vinnie hat gesagt: Das nächste Bernabéu wartet in Leverkusen. Da ist das nächste K.-o.-Spiel, das wir vor der Brust haben.“ Am kommenden Mittwoch spielt der FCB bei der Werkself um den Einzug ins Endspiel des DFB-Pokals. Der VfB tut das einen Tag später im Heimspiel gegen den SC Freiburg.
„Das wird keine einfache Aufgabe und wird dieselbe Energie benötigen“, sagte Kompany nach dem Sieg über Real mit Blick auf die Partie gegen Leverkusen. Dafür wollen sich die Münchner gegen den VfB ein gutes Gefühl holen. „Dass wir das mit der Meisterschale angehen können, ist das nächste Ziel“, sagte Eberl. Kompany ergänzte: „Ich würde gerne gegen die starken Stuttgarter gewinnen.“
Im Hinspiel des VfB gegen den FCB erzielte Bayern-Stürmer Harry Kane drei Tore. Foto: Baumann/Julia Rahn
Im Hinspiel hat das bereits gut geklappt. Beim 5:0 in Stuttgart ließen die Bayern dem VfB kaum eine Chance. Allein Harry Kane erzielte damals drei Treffer. Der englische Stürmer war auch am Mittwochabend gegen Real erfolgreich, sorgte da für den Treffer zum 2:2 noch in der ersten Hälfte.
Dieser war bereits die zweite Reaktion der Münchner auf einen Rückstand. Gleich in der ersten Minute hatte ein schlimmer Fehlpass zum Gegentreffer durch Arda Güler gesorgt, den Aleksandar Pavlovic ausglich. Güler traf dann auch zum 2:1, ehe Harry Kane traf. Doch es war eine weitere Reaktion der Bayern nötig, um das Weiterkommen zu sichern.
Denn direkt vor der Pause traf auch noch Kylian Mbappé zum 3:2 der Königlichen. Dieses Ergebnis hätte eine Verlängerung bedeutet. Kurz vor den Abpfiff machte Luis Díaz dann aber das 3:3. Weil kurz zuvor der eingewechselte Eduardo Camavinga Gelb-Rot gesehen hatte, schäumte danach das spanische Lager vor Wut. „Wir haben Ungerechtigkeit erfahren“, klagte Real-Coach Álvaro Arbeloa. Der Platzverweis war tatsächlich hart, aber eben auch regelkonform. Am Ende erzielte Michael Olise noch das 4:3 für die Münchner.
Danach begann eine kurze, aber ausgelassene Feier in der Allianz-Arena. Die am Sonntag ihre Fortsetzung finden soll.