VfB Stuttgart Neue Verträge: VfB plant mit Nikolas Nartey und Dan-Axel Zagadou

Ihre fußballerische Klasse ist bei allem Verletzungspech unbestritten: Nikolas Nartey (li.) und Dan-Axel Zagadou Foto: Baumann/Alexander Keppler, Hansi Britsch

Beim VfB zeichnet sich eine weitere Zusammenarbeit mit Nikolas Nartey und Dan-Axel Zagadou ab. Beide müssen aber jeweils mit einem leistungsbezogenen Vertrag rechnen.

Sport: Heiko Hinrichsen (hh)

Die Planungen des VfB für die neue Saison laufen längst auf Hochtouren – und dabei haben sich die Stuttgarter auch mit einem Trio zu beschäftigen, dessen Verträge Ende Juni auslaufen. Dabei handelt es sich um Nikolas Nartey, Dan-Axel Zagadou und Pascal Stenzel.

 

Bei den beiden Erstgenannten haben sich die Stuttgarter bereits auf eine Linie festgelegt – dabei geht der Daumen mit Blick auf eine weitere Zusammenarbeit sowohl bei Nartey als auch bei Zagadou ganz offensichtlich nach oben. Beide Spieler, die jeweils mit langwierigen Verletzungen zu kämpfen hatten und es im Fall von Zagadou auch noch hat, sollen vom VfB ein neues Vertragsangebot unterbreitet bekommen. In beiden Fällen sollen die neuen Arbeitspapiere aber stark leistungsbezogen sein.

So ist bei Allzweckwaffe Nartey, der vor kurzem für die Nationalmannschaft Dänemarks debütiert hat, ein neuer Vertrag über zwei Jahre bis zum Sommer 2028 vorgesehen. 22 Monate war der 26-Jährige zwischen 2023 und 2025 mit einer Liste von Verletzungen fast durchgängig ausgefallen, ehe man mit dem talentierten und auf vielen Positionen einsetzbaren Spieler – auch auf Wunsch des Cheftrainers Sebastian Hoeneß – im vergangenen Sommer für ein Jahr verlängerte.

Nun soll es für zwei weitere Spielzeiten gemeinsam weitergehen. Noch ist der neue Vertrag aber nicht unterschrieben. Schließlich ist es auch möglich, dass Nartey, der in dieser Runde zuweilen geschont werden musste, aber unterm Strich bislang 24 Bundesligaspiele und fünf Partien in der Europa League für den VfB mitgemacht hat, auch bei anderen Clubs gefragt ist. In diesem Fall käme dann noch einmal neuer Schwung in die Verhandlungen.

Anders verhält es sich da bei dem ebenfalls 26 Jahre alten Dan-Axel Zagadou, der in dieser Runde lediglich auf zwei Einsätze in der Bundesliga kommt. Zuletzt spielte der Innenverteidiger Anfang November 2025 beim 3:2-Heimsieg über den FC Augsburg. Seither hat der Franzose mit Problemen im Oberschenkel nicht mehr gespielt. Zagadou trainiert inzwischen schon länger wieder mit der Mannschaft mit, wird dabei aber häufiger noch vor Ende des kompletten Programms herausgenommen. Schließlich liegen auch zwei schwere Knieverletzungen aus dem Jahr 2024 hinter „Daxo“.

Klar ist auch, dass Zagadou einschneidende finanzielle Abstriche machen muss. Als er im Sommer 2022 ablösefrei zum VfB kam, ordnete er sich mit seinem Gehalt als ehemaliger Dortmunder Champions-League-Spieler gleich ins obere Viertel der Verdienstpyramide bei den Stuttgartern ein. Das ist jetzt anders. Dennoch schätzt Zagadou das Treuebekenntnis des VfB – und ist offenbar gewillt, das neue Angebot anzunehmen.

Derweil bleibt die Zukunft von Pascal Stenzel weiter offen. 2019 vom SC Freiburg nach Stuttgart gekommen, zählt der „Kalle“ inzwischen zu den dienstältesten VfB-Profis. Allerdings ist der 30-Jährige nur noch ein Edelreservist mit gerade mal 107 Bundesligaminuten in dieser Saison. Zuletzt hat er es kaum noch in den Spieltagskader geschafft.

Dennoch schätzt man beim VfB bei Stenzel wie auch bei Zagadou die menschliche Komponente. Beide Profis sind trotz der sportlichen Talsohle absolute Führungsfiguren im Kader – und mit ihrer Art daher ein wichtiger Bestandteil der Kabine.

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