VfB Stuttgart Rochade Royal im Tor – wie der VfB mit seinen Keepern plant

Alexander Nübel, Dennis Seimen und Florian Hellstern (v.l.) bestimmen die Planungen auf den Torhüterpositionen beim VfB. Foto: Baumann

Beim VfB Stuttgart steht zwischen den Pfosten ein Umbruch an. Wir zeigen auf, wie der VfB mit seinen Torhütern plant.

Sport: Philipp Maisel (pma)

Der VfB Stuttgart und seine Torhüter – in der jüngst abgelaufenen Saison war das eine Erfolgsgeschichte. Alexander Nübel bei den Profis und Florian Hellstern bei der U 21 waren gesetzt, lieferten gute bis herausragende Arbeit ab. Waren ihre Stellvertreter gefragt, machten diese einen guten Job. Doch in der nun anstehenden Saison soll, beziehungsweise muss alles anders werden, was auch mit Personalentscheidungen zu tun hat, die nicht nur beim VfB getroffen wurden. Wir sortieren die Situation – so plant der Club mit seinen Keepern.

 

Die Lage bei der Mannschaft von Sebastian Hoeneß

Im Profikader soll Rückkehrer Dennis Seimen ein neues Zeitalter einläuten. Der U-21-Nationaltorhüter spielt mit dem SC Paderborn noch um den Aufstieg in die erste Liga, danach wird er seine Zelte wieder in Stuttgart aufschlagen und soll Alexander Nübel beerben. Dessen Leihvertrag läuft zum 30. Juni aus, er kehrt formal zu den Bayern zurück. Die allerdings haben bereits signalisiert, mit Nübel nicht zu planen.

Wie der Münchner Sportdirektor Christoph Freund erklärte, hat der Rekordmeister Klarheit geschaffen. „Alex wird nächste Woche im DFB-Pokalfinale mit Stuttgart gegen uns spielen und im Tor stehen“, sagte Freund: „Wir haben einen Austausch gehabt mit seinem Management. Und auch der Alex weiß Bescheid, wie unsere Planungen sind.“ Die Bayern gehen die nächste Saison mit Manuel Neuer sowie Jonas Urbig und Sven Ulreich an. Für Nübel, der im deutschen WM-Kader stehen will, bleibt da kein Platz. Was dem VfB ein Hintertürchen eröffnet. Nübel könnte doch noch einmal zu den bekannten Konditionen ausgeliehen werden.

Unabhängig davon ist die Situation hinter der Nummer eins klar. Der bei den Fans beliebte Fabian Bredlow bleibt die Nummer zwei. Als Nummer drei hat der VfB nach Informationen unserer Redaktion Marius Funk vom FC Energie Cottbus verpflichtet. Der 30-Jährige soll den Profikader verstärken, doch auch Einsätze bei der U 21 sind angedacht. Funk ist beim VfB alles andere als ein Unbekannter. Zwischen 2010 und 2016 hütete er das VfB-Tor in der Jugend und beim VfB II. Funk kann auch auf eine Position auf der Kaderliste bei internationalen Spielen des VfB Stuttgart hoffen.

Marius Funk kehrt zum VfB zurück. Foto: IMAGO/Fotostand

Eine Rolle, wie sie in der aktuellen Saison Florian Hellstern innehatte. Denn der Club muss mehrere Spieler für die sogenannte „Club Grown A List“ melden – also Spieler, die vornehmlich beim VfB ausgebildet worden sind. Dieses Profil erfüllt Funk. Die bisherige Nummer drei im Profikader, Stefan Drljaca, will noch einmal anderswo angreifen und wird den Verein verlassen.

Die Situation bei der U 21

Hellstern wird den Club auch verlassen – vorerst. Der Youngster unterzeichnete kürzlich ein neues Arbeitspapier bis 2030 und soll in eine höhere Spielklasse verliehen werden, um Erfahrungen zu sammeln. Unklar war bisher nur, wohin es den Youngster ziehen wird. Schließlich hat der notenbeste Keeper der 3. Liga bei seinen Auftritten so sehr für Furore gesorgt, dass die Interessenten Schlange stehen. Doch nun deutet sich nach Informationen unserer Redaktion an, wie es für Hellstern weitergehen soll. Zwei Clubs werden intern favorisiert. Der eine Club ist der FC Energie Cottbus, die Position der Nummer Eins zwischen den Pfosten wäre nach dem Funk-Wechsel frei für Hellstern.

Eine weitere Option ist der SC Paderborn. Dorthin hat VfB-Sportvorstand Fabian Wohlgemuth beste Kontakte seit seiner Zeit an der Lippe. Und mit Dennis Seimen, der im Sommer zurückkommen wird und für den die Stelle zwischen den Stuttgarter Pfosten als Nachfolger von Alexander Nübel vorgesehen ist, hat man zuletzt sehr gute Erfahrungen mit dem SCP gemacht. Die Tendenz geht klar nach Paderborn - allerdings nur, wenn die Paderborner zweitklassig bleiben. Sollte der SCP sich in den Aufstiegs-Play-offs gegen Wolfsburg durchsetzen, würde das die Lage deutlich verändern und dem FC Energie in die Karten spielen.

Für die Positionen hinter der Nummer eins bei der U 21 stehen Jerik van der Felsen und Dominik Draband bereit. Sollten sich hier noch Veränderungen ergeben, ist man vorbereitet. Geplant ist, dass sich Funk und van der Felsen im Tor der Zweitvertretung abwechseln.

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