Der Transfer von Serhou Guirassy zu Borussia Dortmund stockt aufgrund medizinischer Bedenken, ist aber noch nicht vom Tisch. So geht es jetzt weiter.

Sport: Philipp Maisel (pma)

Es war alles vorbereitet. Nach langen Verhandlungen und der grundsätzlichen Entscheidung des Spielers für Borussia Dortmund, die unsere Redaktion zuerst verkündete, war Serhou Guirassys Wechsel zu den Schwarz-Gelben eigentlich nur noch Formsache. Eigentlich. Doch der Stürmer, der in der letzten Saison 28 Saisontore für den VfB Stuttgart erzielt hat, wird nicht vor dem Wochenende als neuer Spieler des BVB vorgestellt - wie es eigentlich geplant war. Denn er hat den Medizincheck nicht bestanden.

 

Grund ist nach Informationen unserer Redaktion eine Außenbandverletzung im rechten Knie. Diese wurde beim obligatorischen Medizincheck diagnostiziert und sorgt nun für Komplikationen. Dortmund hat den Deal auf Eis gelegt und dies dem VfB auch so mitgeteilt. Zugezogen hat sich der Spieler die Verletzung bei seinen letzten Einsätzen nach der Saison. In der WM-Qualifikation spielte Guirassy für Guinea noch zweimal über 90 Minuten – beim 2:1 gegen Algerien und beim 0:1 gegen Mosambik.

Dabei sei das Außenband beschädigt worden. Die Verletzung ist nicht dramatisch, aber sie reicht aus, um bei den Dortmundern Bedenken auszulösen. Schließlich schnürt der BVB ein Multi-Millionen-Paket für den Angreifer, der einen Vierjahresvertrag unterschreiben und dem VfB nach Informationen unserer Redaktion eine per Klausel garantierte Ablösesumme von rund 19 Millionen Euro einbringen soll. Geld, das der Vizemeister gerne in den Transfer von Deniz Undav investieren möchte.

So geht es jetzt weiter: Früh in der kommenden Woche soll ein erneuter Medizincheck erfolgen, zu dem weitere Spezialisten hinzugezogen werden sollen. Dabei soll eine noch genauere Diagnose erfolgen, um die Verletzung und das damit verbundene Risiko bei einer Verpflichtung besser abschätzen zu können. Danach will man im Dortmunder Lager eine Entscheidung treffen. Für den Fall, dass der Transfer tatsächlich platzen sollte, könnte der Angreifer – zumindest vorerst – zum VfB zurückkehren. Dort besitzt er noch ein bis Juni 2026 gültiges Arbeitspapier.