Jeremy Arevalo glänzte in der U21 des VfB mit drei Toren, bei den Profis blieb er zuletzt außen vor. Jetzt bietet das Leverkusen-Spiel eine neue Chance, es in den Kader zu schaffen.

Wenn der VfB Stuttgart am Samstag (15.30 Uhr) im Heimspiel gegen Bayer Leverkusen um den Einzug in die Champions League kämpft, dürfte ein Spieler erneut nur Zuschauer sein: Jeremy Arevalo. Der Ecuadorianer wechselte im Januar mit der Empfehlung von acht Treffern in 18 Spielen der zweiten spanischen Liga nach Bad Cannstatt, konnte die Erwartungen bislang aber nicht erfüllen. Gerade einmal 32 Minuten in sieben Kurzeinsätzen sammelte der 21-Jährige seit seiner Ankunft bei den Profis.

 

Deutlich besser läuft es für den Stürmer in der zweiten Mannschaft der Schwaben. Beim fulminanten 6:1 gegen Rot-Weiss Essen erzielte Arevalo am vergangenen Wochenende einen Hattrick – und löste damit zugleich eine altbekannte Debatte aus. Der Einsatz prominenter Profis in Zweitvertretungen sorgt regelmäßig für Diskussionen. In sozialen Medien wurden schnell Forderungen nach einer eigenen Liga für zweite Mannschaften laut, manche Fans sprachen sogar von „Wettbewerbsverzerrung“.

Option fürs Saisonfinale?

Die starke Leistung gegen Essen rückte Arevalo damit unweigerlich auch wieder in den Fokus der Profis. Vor dem Duell mit Leverkusen stellt sich deshalb die Frage, ob der Angreifer im möglicherweise entscheidenden Spiel um die Champions-League-Plätze eine Option für den Kader sein könnte.

Trainer Sebastian Hoeneß bewertet die jüngsten Auftritte des Angreifers positiv und lobt dessen Entscheidung, Spielpraxis in der 3. Liga zu sammeln. Gleichzeitig verweist der VfB-Coach auf die starke Konkurrenz im Angriff: „Unsere Offensivspieler treffen, unsere Einwechselspieler auch. Das macht die Sache für ihn nicht leichter, die Konkurrenzsituation ist groß.“

WM-Teilnahme winkt

Für den Winter-Neuzugang gehe es nun darum, weiter „an sich zu arbeiten“, sagte Hoeneß – auch mit Blick auf eine mögliche Teilnahme an der Weltmeisterschaft mit Ecuador. Für den deutschen WM-Gruppengegner absolvierte der 1,82 Meter große Arevalo bislang drei Länderspiele.

Ob und wo der 21-Jährige am Wochenende überhaupt zum Einsatz kommt, ist derzeit allerdings offen. „Er hat einen Schlag abbekommen. Deshalb müssen wir abwarten, wie die Konstellation für ihn am Wochenende ist. Er konnte am Mittwoch nicht trainieren. Am Donnerstag war er auf dem Platz, hat aber immer noch Probleme gehabt“, erklärte Hoeneß.