Von Zeit zu Zeit: Der Marienplatz Die „Arena des Südens“ gefällt nicht allen

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Die Gestaltung des heutigen Marienplatzes geht auf die Planungen des Architekten Heinz Lermann von der Freien Planungsgruppe 7 zurück. Rund um den gelben Steinplatz führt seither eine hufeisenförmige Allee. Es gibt Wasserspiele, einen kleinen Bolzplatz und die große Freitreppe in Richtung Tübinger Straße. Ein runder Gastronomie-Pavillon soll an die Zirkusvergangenheit des Platzes erinnern.

Im Juli 2003 weihte der damalige Oberbürgermeister Wolfgang Schuster den umgestalteten Platz euphorisch ein: „So wie der Schlossplatz das Herz der Stadt ist, so ist der Marienplatz der gelbe Salon.“ Er spielte damit auf die gelben Betonsteine an, die den Platz pflastern. Auch als „Arena des Südens“ rühmen die Planer den Marienplatz gerne. Was die Architekten als urbanen Freiraum bezeichnen und die Planer an große Stadtplätze in südlichen Ländern erinnert, schimpfen viele Stuttgarter schlicht als „Beton-Wüste“.

Über die Jahre hinweg haben sich die Wogen geglättet und die Stuttgarter haben sich mit dem neuen Marienplatz angefreundet, auf dem seit kurzem einmal im Jahr das Marienplatzfest gefeiert wird. Wer an einem Wochenende über den Platz spaziert, sieht, wie die gelben Betonsteine mit Straßenkreide bemalt werden, Hipster-Eltern beisammen stehen und ihren Kindern beim Skaten zuschauen und Jugendliche sich auf die große Freitreppe fletzen.

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