In der Waiblinger Skatebowl ist im Juli einiges geboten. Neben coolen sportlichen Events tritt unter anderem Yasin Sert alias Milleniumkid (rechts) auf und begeistert das junge Publikum. Foto: Gottfried Stoppel und imago/BeckerBredel
Das diesjährige Jugendfestival „We are the future“ bietet Open-Air-Livekonzerte an der Skatebowl Waiblingen. Auf der Bühne stehen vielversprechende Nachwuchsacts aus ganz Deutschland.
Annette Clauß
18.03.2026 - 10:26 Uhr
Mit dem Song „Unendlichkeit“ ist Yasin Sert alias Milleniumkid vor drei Jahren der große Durchbruch gelungen. Mittlerweile hat der 26-Jährige, dessen Künstlername auf sein Geburtsdatum, das er mit dem 1. Januar 2000 angibt, anspielt, mehrere Goldene Schallplatten und zig Millionen Streams ergattert. Im Juli tritt der Singer-Songwriter und Produzent aus Gießen beim „We are the future“-Festival in Waiblingen (Rems-Murr-Kreis) auf.
Das vom Jugendradiosender Das Ding präsentierte Festival beginnt am Freitag, 10. Juli, mit einem Auftritt der Stuttgarterin Gaisma, gefolgt von der Newcomerin Yola aus Essen, die in diesem Jahr zum ersten Mal eine eigene Tour macht. Sie selbst beschreibt ihre Musik als „märchenhafte Poesie“ und mixt persönliche Texte und sphärische Sounds. Mit der Single „Nimmerland“ hat es 2024 angefangen, ihre aktuelle Single heißt „Stabiler Verlierer“.
Die junge Band Cornerlight aus dem Remstal steht am Freitagabend ebenfalls auf der Bühne. Der Hauptact des ersten Festivaltags ist der Indie-Pop-Newcomer Tjark. Seine ersten Songs entstanden im Kinderzimmer, mittlerweile kann der 21-Jährige millionenfach gestreamte Songs, eine eigenen EP sowie zwei Tourneen durch Deutschland vorweisen. Demnächst erscheint sein Debütalbum „auch wenn’s uns morgen nicht mehr gibt“.
Bekkaa, Barni und Millenniumkid begeistern am zweiten Festivaltag
Yola und Barni treten beim „We are the future“-Festival auf. Foto: David Nickel/Emil Gentes
Den zweiten Festivaltag am Samstag, 11. Juli, eröffnen um 18 Uhr die Gewinner des Bandcontests des Kreisjugendreferats, die derzeit noch ermittelt werden. Danach steht ein weiteres Mal DJ Gaisma auf der Bühne, bevor die Sängerin Bekkaa ihren Auftritt hat. Die Songs der 22-Jährigen drehen sich um Themen wie das Erwachsenwerden, das Großstadtleben, die eigene Identität und um die damit verbundenen Höhen und Tiefen – um das Lebensgefühl der Generation Z.
Auf der Nachwuchsbühne darf am Samstag der junge Singer-Songwriter Barni ran. „In seinen Songs erzählt er von Sommerregen, heißen Tagen und den kleinen Momenten des Alltags. Ehrliche, emotionale Texte treffen auf eine Atmosphäre zwischen Melancholie und Leichtigkeit“, heißt es in der Ankündigung. Milleniumkid ist am Samstagabend mit seiner Band der Hauptact und hat, so heißt es, „sowohl ruhige Balladen, als auch Mitsing-Momente mit eruptivem Pogo“ zu bieten.
Neben Livemusik bietet das kostenfreie Festival auch jede Menge Gelegenheiten, sich auszuprobieren: BMX- und Skateboard-Profis sowie Streeboard-Champs geben Workshops in und um die Bowl, es gibt Wurfwettbewerbe, einen Kletterturm mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden, Graffiti-Workshops mit den SprayBros, die Underground Soul Cyphers zeigen, wie man Hip Hop tanzt und bei Upcycling-Kursen werden kleine Taschen und Handyhüllen aus alten Textilien hergestellt. Im Skate Recycle Workshop zeigen Gäste aus Kuba, wie man aus alten Skateboard-Teilen Schmuck herstellt.