Welche Preiserhöhungen jetzt schon für das kommende Jahr feststehen, erfahren Sie in unserer Übersicht.
Ab dem 1. Januar 2026 müssen sich Verbraucher in Deutschland auf Mehrkosten in einigen Bereichen einstellen. Hier eine Übersicht der wichtigsten Erhöhungen.
Höhere CO₂-Abgabe: Tanken wird erneut teurer
Der nationale CO₂-Preis auf Benzin und Diesel steigt weiter. Ab 2026 wird der Preis nicht mehr politisch festgelegt, sondern über den Verkauf von Emissionszertifikaten gebildet – zunächst innerhalb eines staatlich vorgegebenen Korridors von 55 bis 65 Euro je Tonne CO₂.
Für Autofahrer bedeutet das im schlechtesten Fall:
- Benzin: bis zu rund 3 Cent mehr pro Liter
- Diesel: etwas mehr als 3 Cent pro Liter
Je nach Marktpreis der Zertifikate liegt die Mehrbelastung 2026 bei insgesamt etwa 16 bis 19 Cent pro Liter Benzin und 17 bis 21 Cent pro Liter Diesel im Vergleich zum Jahr 2020. Weitere Faktoren wie Rohölpreise oder Steuern kommen zusätzlich hinzu.
Preiserhöhungen im ÖPNV
Das Deutschlandticket wird ebenfalls teurer. Ab Januar 2026 steigt der Monatspreis von aktuell 58 Euro auf 63 Euro. Bestehende Abonnements und Neubestellungen mit Gültigkeitsbeginn ab dem 1. Januar 2026 werden automatisch auf den neuen Preis umgestellt.
Ab Januar 2026 steigen in vielen Regionen nicht nur die Preise für das Deutschlandticket, sondern auch für Einzel-, Mehrfahrten- und Zeitkarten im öffentlichen Nahverkehr. Das zeigt eine Auswertung der Nachrichtenagentur dpa. Als Hauptgründe nennen die Verkehrsverbünde gestiegene Kosten für Personal, Energie und Infrastruktur. Zusätzlich belastet das Deutschlandticket die Einnahmen, da es günstiger ist als frühere regionale Abos. Bund und Länder gleichen die Ausfälle zwar aus, die langfristige Finanzierung bleibt jedoch umstritten.
Gesetzliche Krankenkassen: Beiträge steigen weiter
Auch bei den gesetzlichen Krankenkassen zeichnet sich für 2026 eine weitere Belastung ab. Schon 2025 lag der durchschnittliche Zusatzbeitrag bei rund 3,1 Prozent. Für 2026 rechnen Experten mit 3,3 Prozent oder mehr, je nach Finanzlage der Kassen
Ursache sind steigende Ausgaben im Gesundheitswesen und eine Finanzierungslücke von mehreren Milliarden Euro. Für Versicherte bedeutet das ein niedrigeres Nettogehalt. Je nach Einkommen können zusätzliche Belastungen von mehreren Dutzend bis über 100 Euro pro Jahr entstehen. Viele Krankenkassen haben Beitragserhöhungen bereits angekündigt.
Heizen und Wohnen: Mehrkosten durch CO₂-Preis
Nicht nur Autofahrer sind betroffen. Auch das Heizen mit Gas oder Öl wird durch den höheren CO₂-Preis teurer. Je nach Energieträger und Verbrauch steigen die Heizkosten spürbar. Für Mieter greift zwar weiterhin die CO₂-Kostenaufteilung zwischen Mietern und Vermietern, dennoch bleibt unterm Strich oft eine Mehrbelastung.