Ein Video der Stuttgarter Feuerwehr zeigt, wie schlimm es in der Nacht von Montag auf Dienstag vor dem Mineralbad Berg aussah.
Mehrere Stunden hat es gebraucht, bis die Feuerwehr den gefluteten Technikraum des beliebten Stuttgarter Mineralbads ausgepumpt hatte, rund 900 Quadratmeter des Untergeschosses standen unter Wasser. Wie berichtet, ist infolge eines Wasserrohrbruchs der Technikkeller des Mineralbads Berg überflutet worden.
Untenstehende Videoaufnahmen der Feuerwehr zeigen das Ausmaß.
Ursache der Flutung war ein Schaden an der Hauptwasserleitung vor dem Mineralbad Berg, der sich in der Nacht vom 11. auf den 12. Mai ereignet hatte. Im Technikkeller befinden sich Maschinen, die das ganze Bad am Laufen halten und teils Sonderanfertigungen für das Bad sind.
Das komplette Ausmaß des Schadens wird in den kommenden Tagen ein Gutachter der Netze BW bestimmen. Dann wird auch klar werden, wie lange das Bad geschlossen bleiben muss und wie es mit den 36 Beschäftigten des Bades weitergeht.
In welchem Bad werden die Bad-Berger landen?
Direkt gestern hatte Jens Böhm, Pressesprecher der Stuttgarter Bäder, beteuert, dass keiner der Mitarbeitenden durch die Schließung seine Stelle verlieren wird. Ob sie auf andere Bäder mit personellen Engpässen verteilt werden oder vielleicht gar mit der neuen freien Arbeitskraft ein Bad geöffnet werden kann, das eigentlich hätte geschlossen bleiben müssen, bleibt unklar, bis das Gutachten vorliegt und einschätzbar ist, wie lange die Reparaturen andauern werden.
Die SPD Stuttgart-Ost hat die Planungsunsicherheit derweil genutzt, um eine Forderung einzubringen: Solange das Mineralbad Berg dem Bezirk nicht zur Verfügung steht, soll stattdessen mit den freien personellen Kapazitäten das Leo-Vetter-Bad in Stuttgart-Ost geöffnet werden. Das Familienbad mit Außenbereich bleibt in der Regel aus Personalmangel im Sommer für die Öffentlichkeit geschlossen. „Gerade jetzt muss die Stadt alles daransetzen, dass in Stuttgart-Ost nicht gleichzeitig zwei Bäder wegfallen“, heißt es seitens Jonatan Tusa, Vorsitzender der SPD Stuttgart-Ost. „Nicht jede Familie kann sich teure Eintritte oder weite Wege zu anderen Bädern leisten. Viele Menschen in Stuttgart-Ost sind auf ein bezahlbares und wohnortnahes Angebot angewiesen – gerade Kinder, Jugendliche, ältere Menschen oder Familien ohne Auto.“