Wechsel im Dürr-Vorstand Die neue Finanzchefin von Dürr kommt von Springer Nature

Ab November gibt es eine Frau im Dürr-Vorstand: Alexandra Dambeck vom Wissenschaftsverlag Springer Nature übernimmt das Finanzressort. Foto: Dürr AG

Beim Anlagenbauer Dürr zieht erstmals eine Frau in den Vorstand ein. Alexandra Dambeck bringt viel Managementerfahrung mit und soll nicht nur das Finanzressort übernehmen.

Wirtschaft: Imelda Flaig (imf)

Beim Anlagenbauer Dürr in Bietigheim-Bissingen (Kreis Ludwigsburg) gibt es einen Wechsel im Vorstand. Alexandra Dambeck, Finanzvorständin beim Wissenschaftsverlag Springer Nature, soll im November 2026 Dürr-Finanzchef Dietmar Heinrich ablösen.

 

Heinrich scheide Ende September planmäßig aus Altersgründen aus, teilte das Unternehmen mit. Dambeck werde seine Nachfolge zum 15. November antreten. Die 55-Jährige gehört seit Januar 2024 dem Vorstand von Springer Nature an und spielte eine zentrale Rolle beim Börsengang des Unternehmens.

Lange Führungserfahrung bei Fresenius Medical Care

Zuvor war sie 20 Jahre für den Medizintechnikkonzern Fresenius Medical Care (FMC) tätig. Dort hatte sie verschiedene Führungspositionen inne - unter anderem als Finanzchefin für die globale Forschung und Entwicklung sowie die globale Produktion und Lieferkettenorganisation. Ihre berufliche Laufbahn startete die Betriebswirtin bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG, anschließend war sie beim internationalen Baustoffkonzern Dyckerhoff im Beteiligungscontrolling.

Mit Dambeck zieht erstmals eine Frau in den zweiköpfigen Dürr-Vorstand ein. Dort soll sie künftig neben dem Finanzressort auch die Verantwortung für Investor Relations, Recht, Nachhaltigkeit und Informationstechnik übernehmen.

„Mit Frau Dambeck haben wir eine hervorragende Finanzmanagerin für den Dürr-Konzern gewonnen, die neben Fachkompetenz und Kapitalmarktorientierung auch einen ausgeprägten unternehmerischen Gestaltungswillen und einen agilen Managementstil mitbringt“, sagt Dürr-Aufsichtsratsvorsitzender Gerhard Federer. Damit passe sie gut zu Dürr und könne die Weiterentwicklung des Unternehmens und des Finanzbereichs maßgeblich mitgestalten.

Dürr-Finanzvorstand Dietmar Heinrich scheidet aus Altersgründen im September 2026 aus dem Unternehmen aus. Foto: Dürr AG

„Ich freue sich sehr darauf, meine internationale Erfahrung im Finanz- und Technologiebereich in dieses starke Unternehmen einzubringen und gemeinsam mit den Führungskräften und Mitarbeitenden die nächste Wachstumsphase aktiv mitzugestalten“, lässt sich Dambeck in der Pressemitteilung zitieren. „Dürr steht für mich für technologische Exzellenz, Innovationskraft und industrielle Kompetenz auf höchsten Niveau.“

Aufsichtsratschef Federer dankte auch dem derzeitigen Finanzvorstand Heinrich für sein „umsichtiges Kosten - und Working-Capital-Management“, was maßgeblich zur Ergebnisresilienz des Konzerns beigetragen habe - beides seien wesentliche Grundlagen für die robuste Entwicklung des Unternehmens in einem anspruchsvollen Marktumfeld.

Dürr wies im Jahr 2025 mit rund 18.000 Beschäftigten knapp 4,2 Milliarden Euro Umsatz und ein Ergebnis nach Steuern von gut 200 Millionen Euro aus.

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