Weltcup in Baku Dreimal Gold für Darja Varfolomeev

Darja Varfolomeev vom TSV Schmiden überzeugt in Baku. Foto: Archiv Eva Herschmann

Beim Weltcup in Baku glänzt die Olympiasiegerin vom TSV Schmiden in der Rhythmischen Sportgymnastik mit Finalsiegen mit Ball, Keulen und Band.

Darja Varfolomeev hat am Finaltag des Weltcups der Rhythmischen Sportgymnastik in Baku mehrere Ausrufezeichen gesetzt. Nach Rang zwei im Mehrkampf am Samstag gewann die Olympiasiegerin und Weltmeisterin vom TSV Schmiden am Sonntag in der Hauptstadt Aserbaidschans drei der vier Gerätefinals und war so die erfolgreichste Einzelgymnastin am Schlusstag.

 

Darja Varfolomeev siegte mit dem Ball (28,90), den Keulen (29,90) und dem Band (28,80). Nur im Finale mit dem Reifen lief es für die 18-Jährige nicht nach Wunsch. Nach einem größeren Fehler lag sie mit 24,850 Punkten lediglich auf Rang acht und damit deutlich hinter Taisiia Onofriichuk aus der Ukraine, die das Gerät mit 28,65 Punkten gewann. Zuvor hatte diese auch schon den Mehrkampf vor Darja Varfolomeev für sich entschieden.

Darja Varfolomeev steigert sich im Verlauf des Wochenendes

Nach dreimal Gold am Finaltag fiel das Fazit von Teamchefin Isabell Sawade positiv aus. Die Konkurrenz in Baku sei groß und stark gewesen, drei Siege in den Gerätefinals seien deshalb sehr erfreulich, sagte die 48-Jährige. Darja Varfolomeev habe sich wie schon eine Woche zuvor beim Weltcup in Taschkent im Verlauf des Wochenendes erneut gesteigert und mit ihrem starken Finaltag früh in der Saison eindrucksvoll bestätigt, dass sie von ihrer überragenden internationalen Klasse nichts verloren hat.

Margarita Kolosov genießt das Dabeisein

Lada Pusch vom TSV Schmiden belegte im Mehrkampf der 80 Gymnastinnen den 30. Platz. Die Olympiavierte Margarita Kolosov, die nach längerer Verletzungspause aufgrund von Rückenbeschwerden zum ersten Mal wieder auf internationalem Parkett auftrat, kam auf den 44. Rang. Nach mehr als einem Jahr Abstinenz vom Weltcup war die 20-jährige Gymnastin froh, „das alles wieder erleben zu dürfen“.

Die Nationalgruppe schafft es ins Finale, reist aber früher ab

Die deutsche Nationalgruppe mit Olivia Falk, Anja Kosan, Alina Ott, Helena Ripken, Anna-Maria Shatokhin und Emilia Wickert hatte sich mit Platz sechs in der Qualifikation in das Finale mit fünf Bällen geturnt. Doch das Team, das im Schmidener Stützpunkt trainiert, reiste früher ab, weil Anna-Maria Shatokhin an diesem Montag eine wichtige Prüfung in der Schule hatte. Die nächste sportliche Prüfung für alle Gymnastinnen steht dann am 30. April mit der internen EM-Qualifikation an.

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