Der Fund einer Weltkriegsbombe legt seit dem späten Nachmittag Teile Stuttgarts still. Die Bombe soll noch am Abend geborgen werden.
Mehr als 1500 Personen müssen am Dienstagabend ihre Wohnungen an der Augsburger Straße verlassen. Dort ist am Nachmittag bei Arbeiten auf einer Stuttgart-21-Baustelle eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Noch am Abend soll mit der Entschärfung und Bergung des Blindgängers begonnen werden.
Bombe wurde wahrscheinlich von Amerikanern abgeworfen
Die erste Warnmeldung über die Notfallapp Nina kam um 15.54 Uhr. Zu dieser Zeit war zunächst noch unklar, ob die Bombe geborgen werden soll. Es soll sich um eine 250-Kilo-Bombe vermutlich amerikanischen Ursprungs handeln. Stadt und Polizei haben einen Sicherheitszone um die Fundstelle mit einem Radius von 400 Metern festgelegt. Die Fundstelle liege auf Höhe der Hausnummer 243 an der Augsburger Straße in Untertürkheim. Das ist zwischen den Stadtbahn-Haltestellen Blick und Eszet nahe der Überführung der Bundesstraße 14 über den Gleisbereich und das Wohngebiet.
Wegen des Bombenfunds kommt es auch zu Verkehrsbehinderungen. Betroffen sind die Stadtbahnlinien, die an der Augsburger Straße verlaufen, die Bundesstraßen 10 und 14 in diesem Bereich und der Kappelbergtunnel werden im Laufe des Abends auch gesperrt. Für die Anwohnerinnen und Anwohner wurde eine Unterkunft in der Sporthalle Untertürkheim an der Lindenschulstraße eingerichtet. Sie werden aufgefordert, ihre Wohnungen umgehend zu verlassen. Erst, wenn alle Menschen aus dem Gefahrenbereich gegangen sind, können die Fachleute vom Kampfmittelbeseitigungsdienst mit ihrer Arbeit beginnen. Inwieweit auch Mitarbeitende des Autobauers Mercedes-Benz betroffen sind, dessen Werksgelände angrenzt, ist noch nicht bekannt.
Wenn Bomben auf Baustellen gefunden werden, wird in der Regel sofort gehandelt. Denn es ist davon auszugehen, dass die Blindgänger bei den Arbeiten bewegt wurden. Das erhöht die Gefahr einer Detonation, so sie noch scharf und geladen sind.
Für die von der Evakuierung betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner hat die Stadt zwei Info-Nummern eingerichtet. Wer Fragen hat oder Hilfe benötigt, um seine Wohnung verlassen zu können, kann unter Telefon 0711/216 91 911 0711/216 91 928 anrufen. *