Wichtige Bauprojekte in der Wilhelma Wo soll die Terra Australis vergrößert werden?

Das Schwingaffenhaus soll abgerissen werden und die Terra Australis vergrößert. Foto:  

Vor einem Jahr war sie eröffnet worden. Jetzt gibt es Erweiterungspläne für die Terra Australis im Stuttgarter Zoo.

Lokales: Iris Frey (if)

Die Wilhelma ist in einem steten Wandel und verändert immer wieder ihr Gesicht. An einigen Stellen gibt es schon Baustellen, andere sind in Planung. Einmal mehr  gerät nun die Australienwelt in den Fokus, die vor einem Jahr im sanierten Menschenaffenhaus in Betrieb genommen wurde. Wie aus einer Antwort des Finanzministeriums auf eine Anfrage der FDP-Landtagsfraktion hervorgeht, soll auf dem Gelände des Alten Schwingaffenhauses die Australienwelt vergrößert werden. Welche Tiere dann dort einziehen, ist noch unklar.

 

Statt dem Schwingaffenhaus Vergrößerung der Australienwelt

Das Schwingaffenhaus musste zu Beginn des Jahres wegen Baumängeln geschlossen werden. Für den Winter 2024/2025 ist der Abriss geplant. Jetzt erklärt Finanzstaatssekretärin Gisela Splett in einer Antwort an die FDP-Landtagsfraktion: „An der Stelle des ehemaligen Schwingaffenhauses ist eine Erweiterung der Australienwelt als Freianlage vorgesehen.“ Im Zuge dessen soll die Wegeführung verbessert und die historische Blickbeziehung zum Maurischen Garten wieder hergestellt werden. Aufgrund des frühen Planungsstadiums hat das Finanzministerium noch keine Aussagen zu Kosten und Terminen gemacht.

Südlich der Terra Australis: Riesenkängurus und Wombats

Vor einem Jahr war die Terra Australis im sanierten Menschenaffenhaus eröffnet worden. Seitdem sind dort elf australische Tierarten eingezogen. Im Süden der Australienwelt soll noch eine Anlage für Wombats und Riesenkängurus gebaut werden. Die Planung dafür soll nach Angaben von Wilhelma-Direktor Thomas Kölpin dieses Jahr vollendet werden, damit sie nächstes Jahr gebaut werden kann. Sie soll dann die Heimat für die grauen Riesenkängurus sein. Die Anlage soll dann Narawntpatu heißen, nach einem tasmanischen Nationalpark. Auch die Rotnackenwallabys sollen dort dann leben. Zudem ist eine neue Toilettenanlage beim Kiosk geplant.

2025 Beginn der Sanierung der Suptropenterrassen

Ein Stück weiter im Norden des Zoos hingegen wird schon kräftig gebaut – an der Amur-Tigeranlage. Sie soll im Frühjahr 2025 fertig gestellt werden. Das Finanzministerium nennt Gesamtbaukosten der neuen Anlage von rund 6,5 Millionen Euro.

Und die Subtropenterrassen stehen noch auf der Liste der geplanten Sanierungen. Sie sollen gesichert werden, damit der Hang nicht weiter abrutscht. Die Arbeiten sollen in zwei Bauabschnitten erfolgen. Der erste Bauabschnitt für die Sanierung der Nordterrassen sei laut Gisela Splett in Planung und soll Mitte 2025 begonnen werden. Mit dem zweiten Bauabschnitt, der Südterrassen, soll nach dem Jubiläumsjahr, das die Wilhelma 2028 feiert, gestartet werden. 2028 wird der Stuttgarter Zoo 175 Jahre alt.

Erneuerung der Damaszenerhalle noch in Planung

Indes wird derzeit der historische Pavillon am Haupteingang des Zoos restauriert. Hier betragen die Kosten laut Finanzministerium rund 3,8 Millionen Euro zuzüglich der Kosten für den musealen Innenausbau von rund 900 000 Euro. Noch in Planung ist eine Sanierung der Damaszenerhalle. Zudem soll auch das Sozialgebäude saniert werden, so Splett. Die erforderlichen Mittel für die Sanierung des Sozialgebäudes werden im Staatshaushaltsplan 2025/26 eingeplant.

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