An den meisten Geldautomaten kann man nicht unbegrenzt Bargeld abheben. Mit welchen Limits Sie rechnen müssen, erfahren Sie hier.

Digital Desk: Lukas Böhl (lbö)
 
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Wie viel Geld kann man pro Tag und Woche abheben?

Das Tageslimit für Bargeldabhebungen hängt von der Bank und dem individuellen Kartenlimit ab. In der Regel kann man pro Tag bis zu 1.000 € in bar an Geldautomaten abheben. Je nach individuellem Limit und Bank sind aber auch zwischen 2.000 bis 10.000 € pro Tag möglich. Pro Woche liegt das Limit zum Geldabheben bei den meisten Banken zwischen 4.000 bis 10.000 €. Will man sein individuelles Limit erhöhen, sollte man sich direkt an seine Bank wenden. Teilweise kann das Limit für Bargeldauszahlungen auch über das Online-Banking erhöht werden. Beim Geldabheben in Supermärkten oder Discountern liegt das Auszahlungslimit bei 200 €. Dafür muss der Einkaufswert jedoch meist mindestens zwischen 5 und 20 € liegen.

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Was ist, wenn man größere Summen abheben will?

Wer mehr Bargeld benötigt, als sein aktueller Verfügungsrahmen am Geldautomaten zulässt, sollte eine Filiale aufsuchen. Dort können in der Regel auch höhere Beträge abgehoben werden. Aber auch hier gibt es eine Obergrenze. Deshalb müssen Abhebungen von mehr als 15.000 bis 25.000 Euro in der Regel zwei bis drei Tage vorher angekündigt werden. Das Geld wird dann von der Bundesbank an die jeweilige Filiale geliefert und kann dort zu einem bestimmten Termin abgeholt werden. Bei Direktbanken ist es teilweise nicht möglich, mehr als einen mittleren 5-stelligen Betrag auf einmal bar abzuheben. Die Auszahlung muss einige Tage vorher angekündigt werden und kann dann in der Filiale eines Kooperationspartners abgeholt werden.

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Kann man all sein Geld auf einmal abheben?

Bei den Guthaben auf Giro- und Tagesgeldkonten handelt es sich um sogenannte Sichteinlagen. Das bedeutet, dass diese Einlagen weder eine Laufzeit noch eine Kündigungsfrist haben. Im Prinzip könnte man also sein gesamtes Guthaben auf einem Girokonto auf einmal abheben. In der Praxis ist dies jedoch kaum möglich, da Banken und Geldautomaten nur über begrenzte Bargeldbestände verfügen. Insofern müssen solch große Abhebungen rechtzeitig vorher angekündigt werden. Einige Direktbanken haben ein Auszahlungslimit (meist im fünfstelligen Bereich), so dass größere Beträge in Teilbeträgen ausgezahlt werden müssten. Bei einem Tagesgeldkonto müsste das Geld zunächst auf ein Girokonto überwiesen werden, um es abheben zu können. Guthaben mit vertraglicher Laufzeit (Bausparverträge, Festgeldkonten etc.) können dagegen erst nach Ablauf der vereinbarten Kündigungsfrist liquidiert werden.