So soll die neue Elefantenwelt in der Wilhelma aussehen, wenn sie gebaut ist. Foto: Visualisierung Herrmann + Bosch Architekten
Im Stuttgarter Zoo erhalten die Dickhäuter einen komplett neuen Bereich, der Platz bietet für eine ganze Elefantenherde. Welcher Teil der Wilhelma wird verändert?
Nicht nur Wilhelma-Direktor Thomas Kölpin ist voller Vorfreude auf dieses größte Bauprojekt in der Geschichte der Wilhelma im Norden des Zoos. Auch der Vorsitzende des Vereins der Freunde und Förderer, Georg Fundel, freut sich, dass „nach zehnjähriger Anlaufzeit wir endlich so weit sind und es losgehen kann“. Das so ein großes Projekt, das in eine insgesamt schwierige Zeit fällt, jetzt realisiert werden kann, sei schön. „Wir haben von 10 auf 15 Millionen Euro aufgestockt. Es war ein gemeinsamer Kraftakt von Politik und Förderverein“, so Fundel. Bis zur Fertigstellung im Jahr 2029 rechnet das Land mit Gesamtbaukosten von 87,73 Millionen Euro.
Der Elefant taucht auch in der Stadt auf Hinweisschildern zur Wilhelma auf. Denn er ist das Symbol für den Stuttgarter Zoo, er ist das Wappentier der Wilhelma. Es sei deshalb wichtig und gut, dass das Projekt jetzt gebaut werden kann, erklärt der Fördervereinsvorsitzende. „Die Fördersumme ist die größte, die der Verein bislang ausgegeben hat.“ Das zweitgrößte Projekt war zuletzt für das Menschenaffenhaus, das hat der Förderverein mit 9,5 Millionen Euro unterstützt.
Im nördlichen Teil der Wilhelma soll die neue Elefantenanlage entstehen. Foto: STZN-Grafik/Lange
Das neue Elefantenhaus wird im nördlichen Teil der Wilhelma errichtet
Das neue Zuhause für die Dickhäuter entsteht ganz im Norden der Wilhelma. Das Baugelände befindet sich im Bereich des ehemaligen Schaubauernhofs. Doch bevor losgebaut werden kann, müssen erst die vorhandenen Gebäude abgerissen und zurückgebaut werden, etwa das Restaurant und Restgebäude am alten Schaubauernhof. Deshalb wurden auch schon erste Bauzäune aufgestellt, um den Bereich abzusperren vom Besucherverkehr. Die Zäune stehen am Rande des Asiatischen Schaubauernhofs oberhalb des Reisfelds. Dahinter, auf dem Gelände des ehemaligen Schaubauernhofs soll dann auf rund zwei Hektar die neue Anlage entstehen. Für die Elefanten ist eine Nutzfläche von 1,5 Hektar vorgesehen.
Elefantenhaus in der Wilhelma: Geplant nach wissenschaftlichen Erkenntnissen
Auf dem Gelände wird eine dreiteilige Anlage gebaut mit großer Kuppel und Innenanlage, einem Haus mit Außenanlage. Es soll für eine Mutterherde und einen Bullen eine neue Heimat sein und ist dann den Angaben zufolge weltweit die erste Anlage, die den natürlichen Bedürfnissen der Tiere entspricht, in der die Elefanten getrennt nach Geschlechtern und Sozialbedürfnissen leben können - nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen.