Am Samstag ist ein Bongo-Weibchen geboren. Mit etwas Glück kann man die kleine seltene Waldantilope bereits beobachten.
Stuttgart. Wer sich auf den Weg in die Wilhelma macht, könnte nun mit etwas Glück das Bongo-Weibchen entdecken, das am Samstag zur Welt gekommen ist. In den ersten Lebenstagen blieb die junge Waldantilope gemeinsam mit ihrer Mutter im geschützten Vorgehege, wie der Stuttgarter Zoo berichtet.
Seit Montag ist das kleine Bongo-Weibchen gemeinsam mit seiner Mutter und den beiden Schwestern auch im Außengehege unterwegs und gut für Besucherinnen und Besucher zu sehen. Dort zeigt sich der Nachwuchs bereits ausgesprochen aktiv: Immer wieder erkundet das Jungtier aufmerksam seine Umgebung.
Muttertier des Bongo-Babys ist die sechsjährige Sabah, die 2020 selbst in der Wilhelma geboren wurde. Deren Mutter ist die ebenfalls in der Wilhelma lebende Bongo-Kuh Assante. Damit setzt sich die erfolgreiche Zucht dieser selten gehaltenen Antilopenart in Stuttgart über mehrere Generationen hinweg fort.
In freier Wildbahn sind Bongos stark bedroht
Bongos (Tragelaphus eurycerus) zählen zu den größten und zugleich scheuesten Waldantilopen Afrikas. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet liegt in den dichten Regen- und Bergwäldern Zentralafrikas. In der Natur sind Bongos stark bedroht. Lebensraumverlust durch Abholzung sowie Wilderei haben vielerorts zu drastischen Bestandsrückgängen geführt. Besonders die Unterart der Bergbongos gilt laut Weltnaturschutzunion IUCN als vom Aussterben bedroht.
Wissenschaftlich geführte zoologische Einrichtungen wie die Wilhelma engagieren sich daher im Rahmen international koordinierter Erhaltungszuchtprogramme für den Aufbau stabiler Reservepopulationen. Wilhelma-Direktor Thomas Kölpin betont: „Jedes Jungtier ist ein wichtiger Beitrag zum Erhalt dieser faszinierenden und seltenen Tierart.“