Wohnen auf den Fildern
: Leinfelden-Echterdingen macht städtische Wohnungen klimaneutral

Die Sanierung der städtischen Wohnungen in Leinfelden-Echterdingen geht weiter: 15 Gebäude sollen bis zum Jahr 2040 klimaneutral werden. Für einen Neubau fehlt das Geld.
Von
Philipp Braitinger
Stuttgart
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Wie hier in Oberaichen sollen weitere städtische Gebäude in den kommenden Jahren umfassend saniert werden.

Philipp Braitinger

Das umfangreiche Sanierungsprogramm für die städtischen Wohnungen in Leinfelden-Echterdingen nimmt Fahrt auf. Insgesamt geht es um 15 Gebäude. Ein wichtiges Ziel ist es, die Gebäude bis zum Jahr 2040 klimaneutral zu betreiben. In Oberaichen geht es um drei Mehrfamilienhäuser in der Straße Im Wäldle sowie um ein Mehrfamilienhaus in der Felixstraße. Weitere Häuser stehen in den kommenden Jahren auf dem Plan. Mögliche Neubauprojekte wurden dagegen auf Eis gelegt. „Angesichts der angespannten Haushaltslage sind in der mittelfristigen Finanzplanung derzeit nur Haushaltsmittel für die energetische Sanierung der städtischen Wohngebäude vorgesehen“, sagt die Leiterin des Amts für Immobilie Anja Schubert.

In der Felixstraße wird das Gerüst nicht mehr lange notwendig sein. „Wir sind im Fassadenbereich in den letzten Zügen. Danach geht es in den Innenbereich“, erklärte Philipp Weinmann vom Amt für Immobilien während der jüngsten Sitzung des Technischen Ausschusses. Das Budget für die Sanierung des großen Hauses beträgt 1,1 Millionen Euro. Dafür wurde die Fassade neu gestrichen und gedämmt, Fotovoltaik aufs Dach gebracht, neue Fenster eingebaut und neue Garagentore gab es auch.

Großprojekt in Leinfelden-Echterdingen ist noch in der Planung

In der Planung befindet sich derzeit noch das Großprojekt in der Straße Im Wäldle. Doch die Stadt hofft, noch in der ersten Jahreshälfte 2026 einen Baubeschluss fassen zu können. Dann könnten die Bauarbeiten nach der Sommerpause beginnen. Die Gebäude sollen neben einer energetischen Sanierung eine Aufstockung um ein weiteres Stockwerk in Leichtbauweise erhalten. Insgesamt neun Wohnungen könnten mit den Aufstockungen geschaffen werden. Insgesamt möchte die Stadt mehr als sechs Millionen Euro investieren. Die 36 Wohneinheiten in drei Gebäuden mit jeweils vier Stockwerken Im Wäldle wurden Anfang der 1970er-Jahre gebaut.

Weil die Instandhaltung zuletzt keine hohe Priorität genossen hatte, wuchs der Sanierungsstau nach und nach an. Dieser soll nun wieder abgebaut werden. Darüber hinaus möchte die Stadt die Mieten für ihre Wohnhäuser zukünftig gleich für die Instandhaltung einplanen. So sei es im Jahr 2021, als ein städtischer Regiebetrieb gegründet worden war, gedacht gewesen, erinnerte die Leiterin des Amts für Immobilien Anja Schubert. „Das ist unsere Philosophie, dass die Mieten wieder in die Gebäude fließen“, sagte sie. Zugute kommt der Stadt momentan, dass für die energetische Sanierung von Immobilien hohe Fördergelder beantragt werden können.

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Wann die Stadt Leinfelden-Echterdingen Gebäude verkauft

Dass für den geplanten Neubau von Wohnungen nun kein Geld mehr da ist, wurde eher nebensächlich erwähnt. In den vergangenen Jahren waren es personelle Engpässe auf dem Rathaus, die für den eher schleppenden Neubau sorgten. Der Gemeinderat reagierte damals fraktionsübergreifend angesichts des angespannten Wohnungsmarktes mit scharfer Kritik. Davon war nun nichts mehr zu vernehmen. Vielmehr äußerten sich Vertreter unterschiedlicher Fraktionen erleichtert, dass die Sanierungsarbeiten jetzt losgehen.

Mit dem auf Eis gelegten Wohnungsneubau gerät auch der Weg der Stadt zur Gründung einer eigenen Wohnungsgesellschaft ins Stocken. Es wird aber nicht nur nicht neu gebaut. Hinzu kommt, dass einzelne stadteigene Gebäude verkauft werden, sofern sich eine Sanierung aus Sicht der Stadtverwaltung nicht mehr lohnt.