STZ+STZ+60 Jahre Stuttgarter Ballett
: Wie John Cranko nach Stuttgart kam – und blieb

War es Schicksal, Zufall oder klug eingefädelt? Viele Hände waren im Spiel, um John Cranko nach Stuttgart zu holen. Auch unschöne Schlagzeilen vertrieben den Choreografen 1961 aus London. Wir widmen eine Artikelserie Geschichte und Gegenwart des Stuttgarter Ballettwunders.
Von
Andrea Kachelrieß
Stuttgart
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  • John Cranko (Mitte) mit seiner Primaballerina Marcia Haydée und dem Intendanten Walter Erich Schäfer winkt bei der Abreise zum Gastspiel 1969 nach New York am Stuttgarter Flughafen.

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  • „Romeo und Julia“ bringt bis heute Tänzergenerationen zusammen – hier mit: Birgit Keil, Alicia Amatriain und Marcia Haydée.

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  • Bunte Ensembleszenen zeigen Crankos erzählerisches Talent, das bis ins kleinste Detail hineinwirkt und seine Ballette höchst lebendig macht: Marktplatzszene aus „Romeo und Julia“.

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  • Auch den Klassiker „Schwanensee“ machte John Cranko zum erzählerischen Höhepunkt.

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  • Vor allem Siegried ist ein Mensch mit Gefühlen, befreit aus dem schablonenhaften Prinzenmuster – hier Friedemann Vogel mit Alicia Amatriain.

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  • Crankos Meisterwerk „Onegin“ wird noch heute weltweit getanzt. Hier tanzt die Stuttgarter Solistin Miriam Kacerova die schwere Rolle der Tatjana.

    Roman Novitzky
  • Nicht nur für „Onegin“ gilt: Jede Geste hat Gewicht: Miriam Kacerova mit Alexander Jones als Onegin.

    Roman Novitzky
  • Herrlicher Tanzspaß: Mit „Der Widerspenstigen Zähmung“ zeigte Cranko, dass klassisches Ballett auch lustig sein kann: Filip Barankiewicz und Sue Jin Kang brachten als Petrucchio und Katharina zum Lachen.

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  • Paraderolle für virile, virtuose Tänzer: Hier hebt Constantine Allen als Petrucchio ab.

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  • Heute eher selten auf der Bühne zu erleben: „Carmen“, Crankos Ballett in sieben Bildern,erlebte seine Uraufführung durch das Stuttgarter Ballett am 28. Februar 1971. Unsere Foto zeigt eine Wiederaufnahme mit Sue Jin Kang und Marijn Rademaker in den Hauptrollen.

    dpa/Bernd Weißbrod
  • Auch in „Carmen“ gibt es am Ende Tode: Schlusszene mit Marijn Rademaker und Sue Jin Kang.

    dpa/Bernd Weißbrod
  • Auch in kürzeren, abstrakten Balletten zeigte sich Crankos Kunst: Szene aus den 1970 zu Musik von Debussy entstandenen „Brouillards“, hier mit mit Anna Osadcenko und Myriam Simon.

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  • „Konzert für Flöte und Harfe“, kurz als Crankos Mozart-Ballett bekannt, kam 1966 heraus

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  • Hommage an Klimt und die Tänzerin Margot Fonteyn, die bei der Uraufführung 1970 die Hauptrolle in „Poème de l’extase“ tanzte. Unser Foto zeigt von oben: Sue Jin Kang, Damiano Pettenella, Jason Reilly, Alexander Jones, Evan McKie und Marijn Rademaker

    dpa/Bernd Weißbrod
  • „Opus 1“, hier mit Jason Reilly in der Hauptrolle, choreografierte John Cranko im November 1965 in Stuttgart zu Musik von Anton von Webern.

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  • Ein ungleiches Clownspaar macht „The Lady and The Fool“ zum Hingucker. 1954 kam das Stück in London heraus, damals tanzten - Kenneth MacMillan den Clown Moondoog und Peter Wright den Clown Bootface. 1961 brachte Cranko das Stück nach Stuttgart. Bei einer Gala tanzten Egon Madsen und Eric Gauthier die beiden Clowns.

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  • Eine beliebte Gala-Preziose ist Crankos „Jeu de cartes“, von der Stuttgarter Künstlerin Dorothee Zippel 1965 gestaltet.

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  • Mit „Initialen R.B.M.E.“ verbeugte sich John Cranko 1972 vor Brahms und seinen Stars Richard Cragun, Birgit Keil, Marcia Haydée und Egon Madsen.

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  • Hier tanzen Alexander Zaitsev, Filip Barankiewicz, Sue Jin Kang und Alicia Amatriain die titelgebenden Rollen.

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