Animations-Reihe: Deutscher „Toy Story 5“-Mitarbeiter greift in die Trickkiste

Von der Schwäbischen Alb nach Kalifornien: Thomas Moser, Mitarbeiter bei den Pixar Animation Studios (Archivbild)
Pixar Animation Studios/dpa- Pixar bringt „Toy Story 5“ ins Kino – Regie führt Oscar-Preisträger Andrew Stanton.
- Im Zimmer von Bonnie sorgt das Tablet Lilypad für Konkurrenz zu Woody und Buzz.
- Thomas Moser aus Stetten am kalten Markt arbeitet in der Simulation von Haaren und Stoffen.
- Die neue Figur Blaze mit lockigem Haar forderte die Technik stark heraus.
- Moser simulierte bei Hausschwein Jimmy Dean Haut- und Muskelbewegungen und ist Teamleiter.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Woody, Buzz Lightyear, Jessie und die anderen sprechenden Spielfiguren aus dem Hause Pixar kommen mit „Toy Story 5“ zurück ins Kino. Im Zimmer der achtjährigen Bonnie gibt es für sie nun Konkurrenz: Ein Tablet namens Lilypad, das wie ein Frosch aussieht, zieht das Mädchen sofort in den Bann. An dem Film der kalifornischen Animationsschmiede unter der Regie von Oscar-Preisträger Andrew Stanton („Findet Nemo“, „WALL·E – Der Letzte räumt die Erde auf“) wirkten Hunderte Trickfilmkünstler mit, darunter auch ein Spezialist von der Schwäbischen Alb.
Haarlocken als Herausforderung
Thomas Moser aus Stetten am kalten Markt (Baden-Württemberg) verschlug es vor 15 Jahren zu Pixar. „Für Blaze, mit der sehr lockigen, wilden Frisur, mussten wir in die Trickkiste greifen“, erzählt er der Deutschen Presse-Agentur im Interview. Die neue „Toy Story“-Figur Blaze, ein pferdebegeistertes Mädchen, habe den Mitarbeitern viel abverlangt: „Das sind Herausforderungen mit der Technologie, aber da ist Pixar natürlich immer unheimlich gut drin.“
Moser arbeitete unter anderem schon an Hits wie „Alles steht Kopf“, „Merida“ und „Die Unglaublichen 2“ mit. Die Simulationsabteilung steht in der Produktionspipeline am Computer gleich hinter der Animation. Sein Team arbeitet daran, dass sich etwa Haare, Kleidung und Stoffe richtig bewegen. Verglichen mit früheren Filmen seien die Darstellungen nun viel detaillierter, erklärt der 1981 geborene Wahl-Kalifornier.
Zu seinen Lieblingsfiguren in „Toy Story 5“ gehört das Hausschwein Jimmy Dean. Für diese neue Figur habe er Haut- und Muskelbewegungen simuliert – „ein sehr spaßiges Projekt“.
Stolz auf ein Herzensprojekt
„Die „Toy Story“-Familie liegt mir schon sehr am Herzen“, meint Moser, der zuvor an der Hochschule der Medien in Stuttgart und an der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg studierte. „Ohne „Toy Story“ würde es Pixar nicht geben und ich wäre niemals hierhergekommen.“ Mit dem Original von 1995 brachte Pixar den ersten animierten, also komplett am Computer erzeugten Spielfilm heraus. Er war technisch bahnbrechend und auch bei den Zuschauern auf Anhieb ein Hit.
Nach seiner Mitarbeit am vierten Teil habe er bei der fünften Folge jetzt als Teamleiter eine noch größere Rolle gehabt, sagt Moser: „Das macht mich stolz.“ Das Ergebnis ist ab 23. Juli in deutschen Kinos zu sehen.
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