STZ+STZ+Architektur in Reutlingen
: Stuttgarter Architekten bauen ein spektakuläres Haus aus Luft und Glas

Wulf Architekten aus Stuttgart haben einen Coup gelandet: Das Büro plant in Reutlingen ein Haus, das nichts enthält als Luft und Licht – und komplett von Glasziegeln umhüllt ist.
Von
Nicole Golombek
Stuttgart
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  • Ein dunkel geheimnisvoll schimmerndes Haus soll nach einem Entwurf von wulf architekten aus Stuttgart in Reutlingens Altstadt entstehen.

    wulf architekten /Visualisierung: Brutal&Delikat
  • Baubeginn für das Projekt in der Oberamteistraße in Reutlingen war bereits, der Bauzaun steht und die Sanierung beginnt. Der Neubau ist für 2024 geplant. Das neue Haus stützt die zwei anderen alte Fachwerkgebäude, die schon einsturzgefährdet waren.

    Archigraphie Steffen Vogt/wulf architekten
  • Draufsicht (Modell-Wettbewerb). Der Wettbewerb war „ohne Nutzungszwang“ fürs neue Haus, sagt Architekt Tobias Wulf. Das hat Fantasie freigesetzt, der Bau erinnert an das abgerissene Haus, bleibt dabei eine fast leere Hülle.

    wulf architekten
  • Eine moderne Fachwerkvariante. Von hier geht’s dann, so der Plan, hinüber in das Museum in den beiden noch erhaltenen Gebäuden. Dass das neue Haus nur einen Raum hat, ist auch eine Anspielung „ans Mittelalter, damals lebten auch alle in einem Raum in einem Haus“, sagt Architekt Ingmar Manzer.

    Rendering: wulf architekten /Visualisierung: loomn/wulf architekten
  • Modellbau im Büro von wulf architekten in der Breitscheidstraße in Stuttgart für den siegreichen Reutlinger Entwurf.

    wulf architekten
  • Beispiel-Modell für den Neubau mit Holz und Ziegel.

    wulf architekten
  • So sieht ein gläserner Ziegel aus, wie er in einer Manufaktur im Burgund in Frankreich hergestellt wird.

    wulf architekten
  • Kürzlich gab es für den Neubau eines Büro- und Geschäftshauses in der Stiftstraße die Auszeichnung „Beispielhaftes Bauen“ in Stuttgart, verliehen von der Architektenkammer Baden-Württemberg.

    © Brigida González/wulf architekten
  • Der Neubau fügt sich dezent in die Umgebung ein und setzt doch eigene Akzente.

    © Brigida González/wulf architekten
  • Die komplett rezyklierbare Feuerwehr in Straubenhardt in Baden-Württemberg ist beispielhaft für nachhaltige Architektur.

    Brigida González/wulf architekten
  • Der Bau hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter die Hugo-Häring-Auszeichnung 2023 BDA (Bund Deutscher Architekten) Nordschwarzwald. Das Projekt Feuerwehrhaus in Straubenhardt hat es zudem auf die Longlist des Deutschen Architekturpreises (DAM) geschafft und den Fritz-Bender-Baupreis 2022 erhalten.

    Brigida González/wulf architekten
  • Vorderansicht des preisgekrönten Feuerwehrgebäudes In Straubenhardt.

    Brigida González/wulf
  • Jüngst mit dem Architekturpreis Betonbauten gekrönt: Das Sportzentrum Schulcampus Überlingen am Bodensee. Die Jury fasste zusammen: „Die nachhaltige Planung und klare Gestalt, dazu ein kluger Materialmix, der Holz, Metall und Beton zu einem Bauwerk verbindet und bei minimierter Grundfläche ein Maximum an Nutzung bietet, verdient eine Anerkennung beim Architekturpreis Beton 2023“. Aus 188 Einsendungen hat die interdisziplinär besetzte Jury jeweils vier Preisträger und Anerkennungen ausgewählt. Der Architekturpreis für die besten Betonbauten in Deutschland wurde zum 22. Mal vergeben.

    Brigida González/wulf architekten
  • Blick in die Halle in Überlingen.

    Brigida González/wulf architekten
  • Unübersehbare Wegweiser und eine skulpturale Anmutung.

    Brigida González/wulf architekten
  • Die Mensa und Mediathek des Berufsschulzentrums Nord in Darmstadt von Wulf Architekten mit Jetter Landschaftsarchitekten erhielt jüngst in der Kategorie „Soziale Infrastruktur“ die „Auszeichnung Vorbildlicher Bauten im Land Hessen 2023 – Staatspreis für Architektur und Städtebau“. Der Preis wird seit 1954 alle drei Jahre vergeben. Ausgelobt wird der Preis vom Land und der Architektenkammer Hessen. 89 Projekte waren eingereicht worden.

    Brigida González/wulf architekten
  • Eleganter Schwung: Blick ins Gebäude von Mensa und Mediathek in Darmstadt.

    Brigida González/wulf architekten
  • Fast fertig – die Realschule in Gerlingen bei Stuttgart.

    wulf architekten/Heiko Stachel
  • Blick auf das Gelände der Realschule Gerlingen.

    wulf architekten/Heiko Stachel
  • Noch fehlt das Grün – die Schule kurz vor der Fertigstellung.

    wulf architekten/Heiko Stachel
  • Nach rund 15 Jahren Planung geht es auf die Zielgerade mit der Umstrukturierung und Erweiterung der Generaloberst-Beck-Kaserne in Sonthofen im Allgäu.

    Staatliches Bauamt Kempten
  • Die denkmalgeschützte Gesamtanlage (ehemalige Ordensburg) aus den Jahren 1934-42 (Architekt: Hermann Giesler) mit einer Größe von rund 30 Hektar wird generalsaniert, umstrukturiert und durch eine Reihe von Neubauten ergänzt. Es geht bei dem Großprojekt nicht nur um die Auseinandersetzung mit einem der historisch bedeutendsten Gebäudeensembles aus der Zeit des Nationalsozialismus, sondern auch um die Integration der Neubauten in die Landschaft mit spektakulärer Gebirgskulisse und eine Neuordnung der Frei- und Außenanlagen.

    wulf architekten
  • Die Bausubstanz war so gut, dass eine Sanierung möglich war. Zu den denkmalgeschützten Altbauten, die grundlegend saniert und umgestaltet werden, zählen Unterkunftsgebäude, Mensa, Küche, Sport- und Schwimmhallen, Unterrichtsgebäude, Kommandantur, Verwaltungsgebäude, Kapelle sowie der Palas – ein Turmbau und Wahrzeichen der Anlage. Neu gebaut in Sonthofen werden Versuchsgebäude für Strahlung, Brandschutz und ABC, Werkstattgebäude, KfZ-Abstellhallen, Laborgebäude, Technikgebäude, Wache sowie Vorlesungs- und Übungsgebäude.

    wulf architekten
  • Die Architekten und geschäftsführenden Gesellschafter von wulf architekten: Steffen Vogt, Tobias Wulf, Jan-Michael Kallfaß und Ingmar Menzer (v. li.)

    wulf architekten/Goeran Gnaudschun
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