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: Plötzlich charmant – Stuttgarter Weissenhofsiedlung erstrahlt neu

Die Ersatzwohnhäuser aus den 1950ern in der Stuttgarter Weissenhofsiedlung, einst trist, wirken nun frisch. Was steckt hinter dieser Verwandlung ? Eine Bildergalerie gibt Einblicke.
Von
Nicole Golombek
Stuttgart
  • Neue Fassadenfarbe: Mehrfamilienhaus, gebaut in der Nachkriegszeit in der Stuttgarter Weissenhofsiedlung.

    Lichtgut/Max Kovalenko
  • Heller Vanilleton: der Ersatzbau aus der Nachkriegszeit in der Rathenaustraße 11. Das Mäuerchen ist auch wieder schön. Das Wohnhaus . . .

    Lichtgut/MAX KOVALENKO
  • . . . steht an einem kleinen Hang, die untere Seite hat ebenfalls eine neue Fassadenfarbe bekommen, die filigranen Säulen heben sich nun vom blaufliederfarbenen Putz im Erdgeschoss ab. Hier stand 1927 noch Haus 24 von Max Taut. Es wurde 1944 bei einem Bombenangriff fast komplett zerstört.

    MAX KOVALENKO/Lichtgut
  • Geht man die Stufen hoch, kommt rechts . . .

    MAX KOVALENKO/Lichtgut
  • . . . das Doppelhaus von Josef Frank, ein Originalgebäude von 1927, und . . .

    StZN/Golombek
  • . . . oben im Bruckmannweg steht rechts neben dem Baum ein frisch renovierter Ersatzbau (Hausnummer 12). Zuvor stand da Haus Nummer 23 von Max Taut. Es wurde erst nach dem Krieg abgerissen.

    MAX KOVALENKO/Lichtgut
  • Eingang mit Messing und Glasbausteinen: Der Ersatzbau im Bruckmannweg 12 wurde . . .

    MAX KOVALENKO/Lichtgut
  • . . . in Milchweiß neu gestrichen. Die große Terrasse zeugt davon, dass die Architekten im Stuttgarter Hochbauamt in der Nachkriegszeit einige Maximen des Neuen Bauens wertschätzten.

    MAX KOVALENKO/Lichtgut
  • Die Brachfläche rechts neben dem Haus kann nicht bebaut werden, da die Fundamente des im Krieg zerstörten Original-Hauses Nr. 21 von Richard Döcker unter Denkmalschutz stehen. Haus 22 weiter unten an der Rathenaustraße wurde auch 1944 zerstört, aber nach dem Krieg in völlig veränderter Form wieder aufgebaut.

    StZN/Golombek
  • Das nächste Haus, angrenzend an die Brachfläche, steht in der Bruckmannstraße 8. Vor dem Krieg stand hier Haus Nr 19 – entworfen von Max Tauts Bruder Bruno Taut. Es überstand den Krieg, wurde aber nach 1960 abgerissen. Dieses danach gebaute . . .

    MAX KOVALENKO/Lichtgut
  • . . . Wohnhaus in der Bruckmannstraße 8 erhält als nächstes eine Fassaden- und Dachsanierung.

    MAX KOVALENKO/Lichtgut
  • Auf der anderen Seite der Brachfläche und der zwei Ersatzhäuser ist ein Originalbau zu finden. Ludwig Mies van der Rohes Mehrfamilienhaus hat den Krieg und die Abrisswut nach dem Krieg überstanden. Bei diesem Riegel aus vier Mehrfamilienhäusern hat der Architekt zum ersten Mal ein Stahlskelett verwendet, wodurch die Fensterflächen vergrößert werden konnten und die Wohnflächen variabler nutzbar waren.

    StZN/Golombek
  • Noch in tristem Grau – der Bruckmannweg 4 . An dieser Stelle standen 1927 zwei Häuser von Architekt Walter Gropius, dem Begründer der Bauhaus-Schule, die im Krieg zerstört wurden. Dieses Ersatzhaus . . .

    MAX KOVALENKO/Lichtgut
  • . . . wird ebenfalls bald saniert. Immer wenn ein Mieterwechsel stattfindet, bringt die SWSG auch das Innere der Wohnung auf den neuesten Stand. Mieterwechsel in der Weissenhofsiedlung sind recht selten. In diesem Haus wird nach mehreren Jahrzehnten eine Wohnung frei und in Absprache mit dem Amt für Denkmalschutz renoviert.

    MAX KOVALENKO/Lichtgut
  • Bereits generalüberholt wurde das Haus in der Straße Am Weissenhof, das an die Mart-Stam-Häuser angrenzt. Ursprünglich stand dort ein großes Einfamilienhaus von Architekt Adolf Rading (er emigrierte 1933 nach Palästina). Es wurde im Krieg nicht beschädigt, sondern in der Nachkriegszeit abgerissen. Dies ist der Ersatzbau. Ein Mehrfamilienhaus, das . . .

    StZN/Golombek
  • . . . sich gestalterisch wenig aufregend darstellt. Der Eingangsbereich weist etwas Midcentury-Charme auf, seit das Haus jüngst in Abstimmung mit dem Denkmalamt eine cremefarbige Fassadenfarbe mit roten Akzenten erhalten hat.

    StZN/Golombek
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