STZ+STZ+Architekturcoup aus Stuttgart
: Wie bauen Stuttgarter Architekten ein Haus auf einem NS-Aufmarschplatz?

Architektur zu entwerfen, die sich nicht als solche zeigt, ist eine eigentlich unlösbare Aufgabe. Wie das den Stuttgarter Architekten LRO mit dem Opernbau auf dem Reichsparteitagsgelände Nürnberg doch gelingt und was Stuttgart davon lernen könnte.
Von
Nicole Golombek
Stuttgart
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  • Im Hof der Kongresshalle auf Hitlers Paradeplatzgelände in Nürnberg plant das Stuttgarter Architekturbüro LRO ein begrüntes Opernhaus.

    Georg Reisch/LRO
  • Die von den Stuttgarter LRO Architekten entworfene und komplett begrünte Interimsoper in Nürnberg dockt an den Bestand im Hof der nie zu Ende gebauten Kongresshalle an.

    Rendering Georg Reisch / LRO
  • Das ehemalige Reichsparteitagsgelände in Nürnberg wurde jahrzehntelang unter anderem als Lagerfläche des Quelle-Versandhauses verwendet. Bereits seit 1963 nutzten die Nürnberger Symphoniker einen Teil des NS-Fragments. Sie unterhielten dort einen Probensaal, der 2008 auch für Aufführungen ausgebaut wurde.

    IMAGO/Depositphotos/xphoto.ecclesx
  • Der Ergänzungsbau bilde, so das Architekturbüro LRO, ein bauliches Pendant zum bereits bestehenden . . .

    Visualisierung Georg Reisch / LRO/LRO
  • . . . Dokumentationszentrum: „Beide stehen, jeweils abgewinkelt vom Bestand, miteinander in dialogischer Beziehung, das eine mahnend, das andere ,lebendig’ und dem Spiel gewidmet. Das Dokumentationszentrum beinhaltet die Wirklichkeitsform, die Oper die Möglichkeitsform.“

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  • Aus dem Neubau wird es Blickbeziehungen zum NS-Bestand geben.

    Visualisierung Georg Reisch / LRO
  • Die Interimsoper ist zwar rundum begrünt, doch verglaste Flächen erlauben Blicke auf den Innenhof. Als Materialien kommen natürliche, dauerhafte und reparaturfähige Baustoffe zum Einsatz.

    Visualisierung Georg Reisch / LRO
  • Der Saal ist für 800 Zuschauer geplant.

    Visualisierung Georg Reisch / LRO
  • Neben Spielstätte und Probenräumen für Oper und Ballett . . .

    Planzeichnung Grundriss Georg Reisch / LRO
  • . . . sind Ateliers, Veranstaltungsräume und Werkstätten für die freie Szene geplant.

    Planzeichnung Schnitt Georg Reisch / LRO
  • LRO Architekten und der Generalunternehmer Reisch haben auch schon beim Volkstheater München zusammengearbeitet und . . .

    imago images/Karo/Juergen Hasenkopf via www.imago-images.de
  • . . . das Bauvorhaben wurde pünktlich und innerhalb des Budgets fertig.

    IMAGO/STL/IMAGO/STL-Studio Liebhart
  • Blick ins . .

    IMAGO/STL/IMAGO/STL-Studio Liebhart
  • . . .Gebäude.

    IMAGO/STL/IMAGO/STL-Studio Liebhart
  • Der Wettbewerbsentwurf für die Interimsoper in Stuttgart wurde im Sommer 2023 von den Stuttgarter A+R Architekten und NL Architects aus den Niederlanden gewonnen, fertig gestellt sein soll sie 2029.

    Visualisierung A+R
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