: Berliner Büros räumen bei „Architektur-Oscars“ ab. Und die Stuttgarter Planer?
Aller drei Jahre verleiht der Bund deutscher Architektinnen und Architekten (BDA) die renommierten Nike-Architekturpreise. Nun war es wieder so weit. Die Sieger im Überblick.
War schon oft für Preise nominiert, gewann nun den Nike-Preis 2025 für „Soziale Intervention“: Café Leo in Berlin, Architektur: sophie & hans (Berlin).
Bryn Donkersloot/BDA
Nike für „Aktivierung“: Luise 19E, Werder (Havel), Architektur: undjurekbrüggen (Berlin).
Hannes Heitmüller/BDA
Nike für „Gesellschaftliches Engagement“: Stiftungsensemble Spore Initiative & Publix in Berlin, Architektur: AFF Architekten (Berlin). Das Projekt hat auch schon beim DAM-Preis 2025 als Sieger für Furore gesorgt.
Tjark Spille/BDA
Nike für „Bildung“: Studierendenhaus der TU Braunschweig, Architektur: Gustav Düsing & Max Hacke (Berlin). Ebenfalls ein DAM-Preis-Gewinner – im Jahr2024.
Iwan Baan/BDA
Nike für „Umgang mit dem Bestand“: Campus-Kindergarten – Umbau einer Telefonzentrale in Merseburg. Architektur: Aline Hielscher Architektur, Leipzig.
Klassik-Nike: Hochschule für Musik und Tanz Köln (1969–1977). Architektur: Werkgruppe 7 und Bauturm, Köln (Erich Schneider-Wessling, Peter Busmann, Heiner P. Hachenberg, Jürgen G. Pahl, Walter Ruoff, Peter Trint, Erwin H. Zander).
Raimond Spekking/BDA
Shortlist-Gewinner aus der Landeshauptstadt: Grundschule Fuchshofstraße in Ludwigsburg, Architektur: VON M (Stuttgart).
Zooey Braun/BDA
Ebenfalls ein Shortlist-Gewinner mit Stuttgarter Beteiligung: Markolfhalle Markelfingen in Radolfzell, Architektur: Steimle Architekten (Stuttgart).
Brigida González/BDA
Shortlist: Unser Gartenhaus – Haus ohne Zement in München, Architektur: Florian Nagler Architekten (München).
Sebastian Schels/BDA
Shortlist: Ökologisch korrekter Urlaub: Kleine Bleibe in Montabaur-Reckenthal von Fröhlich Gassner Architekten.
Celia Uhalde/BDA
Shortlist: Bedürfnisanstalt im Park an der Ilm in Weimar, Architektur: Naumann Wasserkampf Architekten (Weimar).
Max Wasserkampf/BDA
Shortlist: Umbau Siedlungshaus am Westensee in Felde, Architektur: BSP Architekten (Kiel).
Hannes Heitmüller/BDA
Shortlist: San Gimignano Lichtenberg in Berlin, Architektur: b+ Prototypenwerkstatt (Berlin).
Robert Swierczynski/BDA
Shortlist: Umbau eines denkmalgeschützten Zollgebäudes zu einer Tanzschule in Bremen, Architektur: Architekten_FSB (Bremen).
Thilo Müller/BDA
Transformation Hallenbad Ost in Kassel, Architektur: KM Architekten/Keivan Karampour, Thomas Meyer, Marc Köhler (Kassel).
Katharina Jäger/BDA
Shortlist: BOB Campus in Wuppertal, Architektur: raumwerk.architekten /Hübert und Klußmann (Köln).
In Erfurt wurden aus der Shortlist Nike-Preise in sieben Kategorien bekannt gegeben. Zur siebenköpfigen Jury gehörte dieses Mal auch der Stuttgarter Architekt Kazu Ito, Geschäftsführer von Studio Ito.
Die Nike in der Kategorie „Aktivierung“ erhielten die Architekten undjurekbrüggen aus Berlin für Luise 19E in Werder (Havel). In der Kategorie „Gesellschaftliches Engagement“ konnte das Stiftungsensemble Spore Initiative & Publix aus Berlin die Jury überzeugen, für dessen Realisierung AFF Architekten verantwortlich zeichnen.
Der Stuttgarter Architekt Thomas Steimle und sein Team waren auf der Shortlist der Nike-Preise.
Foto: Leif Piechowski
Auch das schon anderweitig hochdekorierte Studierendenhaus der TU Braunschweig bekam die „Nike für Bildung“, die Architekten sind Gustav Düsing & Max Hacke aus Berlin. In der Kategorie „Soziale Intervention“ gewann das Berliner Café Leo (Architektur: sophie & hans, Berlin). Mit der „Nike für Umgang mit dem Bestand“ darf sich von nun an der Campus-Kindergarten in Merseburg schmücken, geplant und umgesetzt von Aline Hielscher Architektur, Leipzig.
Gemeinschaftliches Wohnen in Erfurt
Die Rubrik „Wohnen“ entschieden die Planer des Johanniterzentrums Andreasgärten in Erfurt für sich, genauer die Architekturbüros Heine Mildner sowie Dorschner Kahl.
Und zuguterletzt ging die Klassik-Nike an die bekannte Hochschule für Musik und Tanz Köln (1969–1977), seinerzeit architektonisch umgesetzt von der Werkgruppe 7 und Bauturm aus Köln.