STZ+STZ+Architekt Le Corbusiers Charta von Athen
: Die fatale Erfindung einer autofreundlichen Stadt

Im Schicksalsjahr 1933 traf sich eine Architektenelite in Marseille, um auf einer Kreuzfahrt die Stadt der Zukunft zu planen. Mit an Bord: der visionäre Architekt Le Corbusier, der ein Faible für Stadtautobahnen und Wolkenkratzer hatte. Heute gilt die funktionale, autogerechte Stadt als historischer Irrweg. Eine Revision.
Von
Tomo Pavlovic
Stuttgart
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  • Der Architekt und Stadtplaner Le Corbusier propagierte die funktionale Entflechtung der Stadt.

    dpa
  • Spricht man heutzutage von einer Architektenbrille, hat man meist Fotos des berühmten Architekten Charles-Édouard Jeanneret-Gris vor Augen. Genannt: Le Corbusier. Der Architekt, Künstler und Stadtplaner besaß ein untrügliches Gespür für gesellschaftliche Trends, Moden und Entwicklungen. Unter seinen Einzelbauten gibt es viele große Würfe, die heute zum Teil völlig zu recht zum Weltkulturerbe gehören. Le Corbusiers Visionen für ganze Städte oder Quartiere sind aber nicht ganz so unstrittig.

    AFP/STF
  • Das Doppelhaus, das Le Corbusier mit seinem Vetter Pierre Jeanneret 1927 für die im Rahmen der Ausstellung „Die Wohnung“ entstandene Weißenhofsiedlung in Stuttgart entworfen hat, gehört zu den herausragenden Bauzeugnissen der klassischen Moderne.

    © Stuttgart-Marketing GmbH/Achim Mende
  • Die Wohneinheit „La Cité Radieuse“ in Marseille ist von 1947 bis 1951 nach Plänen des Schweizer Architekten von Le Corbusier, erbaut worden. Dieses Wohngebäude aus Beton mit farblichen Akzenten, ultramodern zur damaligen Zeit, beherbergt 1600 Bewohner, eine Schule, ein Schwimmbad, Geschäfte sowie ein Zentrum für zeitgenössische Kunst.

    AFP/GERARD JULIEN
  • Die Kapelle Notre Dame du Haut von Ronchamp. Der 1950 bis 1955 nach Plänen von Le Corbusier Kirchenbau zählt zu den berühmtesten seiner Art in der Moderne. Seit 2016 ist der im Stil des „Brutalismus“ errichtete Sakralbau offiziell als Unesco-Weltkulturerbe gelistet.

    dpa/Paul Koslowsky
  • Der „Ort der Zuflucht“ im 13. Pariser Arrondissement, die Refuge Singer-Polignac. Die Sanierung des Obdachlosenheims war Le Corbusiers erstes Großprojekt.

    dpa/Christophe Petit Tesson
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