STZ+STZ+Die Tochter von Wolfgang Lämmle erzählt
: Mein Vater, der Kunstfälscher

Claudia Achauer ist die Tochter des schwäbischen Künstlers und Kunstfälschers Wolfgang Lämmle. Wie hat sie den Skandal um ihren Vater erlebt? Wie geht sie mit seinem Erbe um?
Von
Isabell Erb
Stuttgart
Jetzt in der App anhören
  • Claudia Achauer versinkt in der Kunst, die ihr Vater Wolfgang Lämmle (Porträt links unten) hinterlassen hat. Das Bild rechts unten zeigt die Stuttgarter Königstraße.

    /Gottfried Stoppel
  • Die Tiger von Otto Dill. Es ist ist eine von Lämmles Fälschungen - die einzige, die Claudia Achauer besitzt. Sie musste das Gemälde auf einer der Auktionen ersteigern, auf der Lämmles Fälschungen zum Verkauf standen.

    Isabell Erb
  • Das Gemälde zeigt Claudia Achauer als Kind.

    Isabell Erb
  • Das Bild mit den Kerzen. Claudia Achauer mag es, weil sie findet, dass der „Maler des Lichts“ darauf besonders gut zum Ausdruck kommt.

    Isabell Erb
  • Die Gemälde des Obergeschosses. Auch hier steht ein Bild neben dem anderen.

    Isabell Erb
  • Um die Ölbilder zu erhalten und vor Staub zu schützen, müssen die Gemälde etwa alle zwei Jahre mit einem Leinölfirnis bestrichen werden.

    Isabell Erb
  • Das einzige Foto, das Claudia Achauer von ihrer Familie besitzt. Im Bild: Wolfgang Lämmle (rechts) mit seiner Tochter Claudia im Arm, seiner Frau Bärbel und seinen Töchtern.

    Claudia Achauer
  • Rechts im Bild: Die Kinder im Regen auf dem Weg zur Schule. Die Gemälde hängen in Claudia Achauers Esszimmer.

    Isabell Erb
  • Claudia Achauers Treppenhaus. In ihrem Haus hängen nur ihre Lieblingsbilder, alles andere ist auf dem Dachboden bei sich und ihrer Mutter verstaut.

    Isabell Erb
  • Wolfgang Lämmle wurde 1941 in Stuttgart Bad-Cannstatt geboren und starb 2019 in Australien. Seine Tochter weiß bis heute nicht, wo er begraben liegt.

    dpa/Bernd Weissbrod
  • Lämmles Enten. Eines seiner Vorbilder war der Maler Alexander Koester, der für seine Entenbilder bekannt war.

    Isabell Erb
  • Claudia Achauers Tochter Laura beim Hausaufgaben machen. Achauer beschrieb ihrem Vater die Szene am Telefon, dieser malte sie anhand seiner Vorstellungskraft nach.

    Isabell Erb
  • Dieses Bild ist eine Lithografie. Bei einer Lithografie ritzt der Künstler mit einem skalpellartigen Werkzeug spiegelverkehrte Linien in eine Metallplatte. Durch den Druck erscheint das Bild am Ende richtig herum.

    Isabell Erb
  • „So hat mein Vater am Ende ausgesehen“, sagt Claudia Achauer zu diesem Bild. Sie hat es von einem Bilddrucker bekommen, der das Bild von Lämmle als Bezahlung für einen Auftrag bekommen hat. Lämmle tat das wohl oft: Immer wenn er etwas nicht bezahlen wollte oder konnte, tauschte er eines seiner Kunstwerke ein.

    Isabell Erb
  • Das rechte Gemälde zeigt Claudia Achauer kurz nach ihrer Scheidung in einem Café. Auch dieses Bild malte der Künstler auf der Grundlage eines Telefonats.

    Isabell Erb
  • Links zu sehen: Das Plakat einer Kunstausstellung in der Privatgalerie „Kastenscheuer“ in Hochdorf an der Enz. Rechts: Acht der vielen Postkarten, die Lämmle mit der hauseigenen Druckpresse herstellte. Die Presse, die er mit seiner Kunst finanzierte, kostete damals etwa 10 000 Euro.

    Isabell Erb
  • Bei dem Bild habe ihr Vater an sie gedacht, sagt Claudia Achauer. Es ist irgendwann zwischen 2008 und 2010 entstanden.

    Isabell Erb
1 / 17