Dortmund-„Tatort“: Die Welt steht Kopf
Stuttgart - In Dortmund steht die Welt Kopf: Der sonst so sprunghafte Kommissar Peter Faber (Jörg Hartmann) entpuppt sich im neuesten Fall als der Ruhepol des Ermittlerquartetts. Er ist derjenige, der sich ausschließlich auf den Fall konzentriert, nicht auf private Scharmützel. Ein Vermögensberater ist im Dortmunder Hafen erschossen worden. Sein Kunde Josef Micklitza (Stefan Rudolf) entdeckt die Leiche, alarmiert die Polizei, verschwindet dann aber spurlos.
Die Angst geht um
Nun geht unter den Reichen des Ruhrgebiets die Angst um, war ihre Gier zu groß? Ist womöglich ihr Geld verschwunden, weil die Investmentfirma und die mit ihr verbandelte Privatbank die Anleger abgezockt haben. Leider tappt auch der Dortmunder „Tatort“ in die Klischeefalle, die deutsche Krimis manchmal so schwer erträglich macht. Es tauchen recht viele Abziehbilder auf, der gierige Unternehmensberater, der naive Künstler, der schleimige Abzocker, der süchtige Clubbesitzer, der unersättliche Banker.
Was will Pawlak?
Und Kommissar Jan Pawlak (Rick Okon) sieht seine Ehefrau und Mutter seiner Tochter wieder: Ella (Anke Retzlaff) war seit einem Jahr verschwunden. Nun lebt sie mit Clubbesitzer Micki (Sascha Geršak) zusammen, dem Bruder von Josef Micklitza.
Pawlak setzt sich auf Mickis Fährte, doch ermittelt er in dem Fall oder will er seine depressive und drogensüchtige Frau zurückgewinnen? Er wagt einen Alleingang, der schiefzugehen droht.
Das Finale ist ein fiebriger verschwommener Drogenrausch, an dessen Ende Pawlaks Welt Kopf steht.
„Tatort Angst und Gier“, 2.1., 20.15 Uhr, ARD







