Haftbefehl unter ärztlicher Aufsicht: Konzertabsage für Berlin und Düsseldorf

Die kommenden Konzerte werden nicht stattfinden.
Hannes P. Albert/dpaDer 40-Jährige befindet sich derzeit unter ärztlicher Aufsicht und muss sich auf seine Gesundheit konzentrieren. Das teilte sein Bruder Capo in einer Videobotschaft mit. Wie es dem Musiker genau geht, ist bislang nicht bekannt.
Schlechte Nachrichten für Fans von Haftbefehl: Der Offenbacher Rapper, der mit bürgerlichem Namen Aykut Anhan heißt, wird seine für den 15. Oktober 2026 in der Mitsubishi Electric Halle in Düsseldorf und den 18. Oktober in der Berliner Max-Schmeling-Halle angekündigten Auftritte nicht spielen. Die Entscheidung gab sein jüngerer Bruder Capo am Sonntag (11. Oktober) in einer Videobotschaft im Namen der Familie bekannt.
„Wie ihr wisst, kann mein Bruder Aykut gerade nicht zu euch sprechen“, erklärte Capo. Haftbefehl befinde sich unter ärztlicher Aufsicht und müsse sich derzeit vollständig auf seine Gesundheit konzentrieren. Die Familie habe deshalb nach gemeinsamer Absprache mit dem Musiker entschieden, die angekündigten Konzerte abzusagen.
Capo entschuldigte sich bei den enttäuschten Fans und bedankte sich für die Unterstützung. Zugleich bat er darum, die Entscheidung zu respektieren und Haftbefehl die notwendige Zeit zur Erholung zu geben.
Gesundheitliche Probleme begleiten Haftbefehl seit Jahren
Die erneuten Konzertabsagen folgen auf ein schwieriges Jahr für den Rapper. Bereits im Juni hatte Haftbefehl mehrere Festivalauftritte kurzfristig abgesagt. Damals erklärte er, körperlich und emotional nicht in der Verfassung zu sein, auf der Bühne zu stehen.
Am 20. September feierte der Musiker schließlich sein Bühnencomeback in der Frankfurter Festhalle. Der Auftritt verlief allerdings anders als ursprünglich angekündigt: Statt der geplanten rund zwei Stunden dauerte das Konzert nur etwa eine Stunde. Haftbefehl trat mit schwarzer Maske auf und wurde bei seinen Songs von anderen Rappern unterstützt.
Die gesundheitlichen Probleme des Musikers waren bereits in der 2025 veröffentlichten Netflix-Dokumentation „Babo – Die Haftbefehl-Story“ thematisiert worden. Darin wurden unter anderem seine langjährige Kokainabhängigkeit, Rückfälle und die Auswirkungen des Drogenkonsums auf sein Leben und sein persönliches Umfeld behandelt.
Ob seine aktuelle gesundheitliche Situation mit der früheren Suchterkrankung zusammenhängt, ist allerdings nicht bekannt. Weder Haftbefehl noch seine Familie haben nähere Angaben zum Grund der ärztlichen Behandlung gemacht.
Was passiert mit den Tickets für Berlin und Düsseldorf?
Ob die abgesagten Konzerte zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden, ist derzeit offen. Auch konkrete Informationen zur Rückerstattung bereits gekaufter Tickets liegen bislang nicht vor.
Ticketinhaber sollten deshalb die Mitteilungen des jeweiligen Veranstalters beziehungsweise der Vorverkaufsstelle beachten.
Für Haftbefehl steht vorerst die Gesundheit im Mittelpunkt. Wann der Rapper wieder auf der Bühne stehen wird, ist ungewiss.
