Konzert
: Hayato Sumino kombiniert klassische Musik ganz neu

AnzeigeWas passiert, wenn ein Ingenieur die Konzertbühnen der Welt erobert? Bei Hayato Sumino ziemlich viel. Der Pianist zeigt: Klassische Musik darf Spaß machen.
Von
NPG Digital
Stuttgart
Der japanische Pianist gastiert am 25. November für ein Klavierkonzert im Beethoven-Saal der Liederhalle Stuttgart.

Der japanische Pianist gastiert am 25. November für ein Klavierkonzert im Beethoven-Saal der Liederhalle Stuttgart.

Jonas Werner-Hohensee

Der 1995 in Tokio geborene Pianist begann mit drei Jahren Klavier zu spielen, studierte Informationswissenschaft und -technik an der Universität Tokio und schloss sein Masterstudium mit Auszeichnung ab. Musik blieb seine große Leidenschaft und führte ihn schließlich zu seiner zweiten Karriere. Sein internationaler Durchbruch begann 2021 beim Internationalen Chopin-Klavierwettbewerb in Warschau. Sumino erreichte das Halbfinale und machte mit seiner ungewöhnlichen künstlerischen Persönlichkeit auf sich aufmerksam. 2025 erhielt er den Leonard Bernstein Award des Schleswig-Holstein Musik Festivals.

Klassische Musik für ein breites Publikum

Heute trifft man den Künstler auf zwei Bühnen: Als Hayato Sumino tritt er in renommierten Konzertsälen auf, als „Cateen“ ist er ein Internetphänomen. Auf YouTube veröffentlicht er Bach und Chopin ebenso wie eigene Arrangements, Improvisationen und Bearbeitungen von Film-, Pop oder Gaming-Musik. Mehr als zwei Millionen Menschen folgen ihm auf Social Media, darunter viele, die mit klassischer Musik sonst wenig Berührung haben.

Liederhalle Stuttgart: Chopin im Mittelpunkt

Am 25. November bei „Russ Klassik“ steht Frédéric Chopin im Mittelpunkt. Sumino spielt das erste Scherzo, drei Etüden und die berühmte zweite Klaviersonate, dazu eigene Kompositionen und Improvisationen.

Ergänzt wird das Programm durch Camille Saint-Saëns’ „Danse macabre“, Thomas Adès’ „Mazurka“ und Strawinskys „Feuervogel“. Gerade diese Mischung macht den Reiz aus: Vertraute Meisterwerke treffen auf zeitgenössische Klänge und spontane Ideen. „Hayato Sumino hat keinerlei Scheu, das hölzerne Klassikparkett zu verlassen“, sagt Tobias Ebel von Russ Artists. „Dabei nimmt er eines stets mit: seine unbändige Musikalität, seine technische Brillanz und seine grenzenlose Phantasie.“

Auch für Konzertneulinge ist das spannend: Man muss kein Klassik-Experte sein, um sich von rasanten Etüden und modernen Improvisationen mitreißen zu lassen. Sumino zeigt: Klassische Musik darf überraschen, Grenzen überschreiten und vor allem Spaß machen.

Informationen zum Konzert und Karten finden Interessierte auf der Webseite von Russ Klassik.