STZ+STZ+Schauspielerin aus Stuttgart im Porträt
: Singen kann sie auch – die talentierte Schauspielerin Camille Dombrowsky

Die junge Schauspielerin Camille Dombrowsky beeindruckt auf der Bühne des Stuttgarter Schauspielhauses mit strahlender Unbekümmertheit. Dass sie überhaupt Theater spielen durfte, darum hat sie lange gekämpft.
Von
Nicole Golombek
Stuttgart
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  • Camille Dombrowsky, Jahrgang 1997, ist Ensemblemitglied am Schauspiel Stuttgart. Bilder aus ihren Stücken in der Bildergalerie.

    LICHTGUT/Max Kovalenko
  • In Shakespeares „Der Sturm“ spielte Camille Dombrowsky (Mitte) Prosperos Tochter Miranda. Die junge Schauspielerin war an der Seite von so charismatischen Schauspielern wie André Jung (re.), Sylvana Krappatsch (li.) und . . .

    Toni Suter/Schauspiel Stuttgart
  • . . . Evgenia Dodina zu sehen, hier in der Rolle des Caliban.

    Toni Suter/Schauspiel Stuttgart
  • Camille Dombrowskys Inselprinzessin Miranda sieht zum ersten Mal einen jungen Mann (Marco Massafra) und weiß nicht, wie ihr emotional geschieht, was sehr amüsante Szenen nach sich zieht. Mit der Rolle . . .

    Toni Suter/Schauspiel Stuttgart
  • . . . empfahl sich die Schauspielerin für weitere wichtige Rollen, zum Beispiel in der Uraufführung von Simon Stephens „Ein dunkles, dunkles, dunkles Blau“ im Kammertheater (Szene mit Camille Dombrowsky und Felix Jordan). Wieder eine Liebesgeschichte, aber ohne Happy End.

    Björn Klein/Schauspiel Stuttgart
  • In der Uraufführung von Joshua Sobols „Der große Wind der Zeit“ im Schauspielhaus Stuttgart spielt Camille Dombrowsky eine israelische Abhörspezialistin. Sie bekommt es dabei. . .

    Katrin Ribbe/Schauspiel Stuttgart
  • . . . mit einem palästinensischen Intellektuellen (Felix Strobel) zu tun, der sie gleich bittet, das Kopftuch abzunehmen. Über das Stück sagt Camille Dombrowsky: „Es ist ein komplexes Thema, der Text springt ja auch in den Zeiten, und es gibt Tagebücher. Diesen Text spielerisch zu bekommen ist eine Herausforderung, die mich bei der Rolle reizt.“

    Katrin Ribbe/Schauspiel Stuttgart
  • Camille Dombrowsky wurde 1997 in Berlin geboren. Sie sagt über ihre Generation, dass sie, „so mein Empfinden, anders als die Nachkriegsgeneration nicht nur die Probleme sehen will, sondern auch fragen will, wo sind die Möglichkeiten. Utopien sind etwas Positives im Theater, man darf Utopien zulassen auf Bühnen, es ist auch ein Ort, an dem Menschen zusammengebracht werden.“

    Lichtgut/Max Kovalenko
  • Eigentlich wollte Camille Dombrowsky nach dem Studium als freie Künstlerin arbeiten, dann entschied sie sich nach einem Gespräch mit dem Intendanten des Schauspiels, Burkhard Kosminski, doch den Versuch zu wagen, in ein festes Ensemble zu gehen. In Stuttgart hat sie sich eingelebt – „Ich habe hier Orte gefunden“, sagt sie, „das Berg, den Wald beim Bärenschlössle.“

    Lichtgut/Max Kovalenko
  • Camille Dombrowsky schätzt Herausforderungen. Wie sie an ihre Rollen herangeht? „Das ist bei jeder Produktion verschieden“, sagt sie, „ich frage mich, was wird das Schwierige sein?, und das dann zu knacken, ist es eine historische Figur, ist es sprachlich besonders herausfordernd wie etwa ein Jelinek-Stück.“ In einer Jelinek-Premiere – im Kammertheater kommt „Sonne/Luft“ auf die Bühne, inszeniert von FX Mayr – wird die Schauspielerin ab 11. Mai zu sehen sein.

    Lichtgut/Max Kovalenko
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