STZ+STZ+Stilvoll wohnen in Tübingen
: Erst Scheune, jetzt Architektenhaus

Wo die Bauern einst Getreide lagerten, hat der Architekt Christoph Manderscheid in Tübingen lichtdurchflutete Doppelhaushälften für zwei Familien geschaffen. Die „Baugemeinschaft Scheune“ wurde mit der renommierten Hugo-Häring-Auszeichnung 2023 gewürdigt.
Von
Andrea Jenewein
Stuttgart
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  • Der Architekt lebt zusammen mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern in der rechten Haushälfte, sein Büro sowie das seiner Frau befindet sich auf den oberen Stockwerken. Für die linke Haushälfte fand er noch Bauherren. Hier entstand eine Wohnung, die bis unter das Dach geht, sowie eine Einliegerwohnung.

    Johannes-Maria Schlorke
  • Die denkmalgeschützte Zehntscheuer, die auf das Jahr 1500 datiert wird, hatte ursprüngliche zwei große Scheunentore.

    Architekturbüro Manderscheid
  • Der selbstständige Architekt Christoph Manderscheid hat die alte Scheune im Tübinger Stadtteil Derendingen umgebaut und modernisiert. Dort, wo die ehemaligen großen Scheunentoröffnung waren, sind die Eingänge nun jeweils vollkommen verglast. Die alten Balken aber sind geblieben.

    Johannes-Maria Schlorke
  • Die ehemalige Tenne ist nun der zentrale Wohnraum der Familie Manderscheid. Am hinteren Ende liegt, etwas abgesetzt, die rosafarbene Küche. Über dieser ist eine Empore eingezogen, die über eine Treppe zu erreichen ist, unter der viel Stauraum geschaffen wurde. Dort oben befindet sich ein kleines Wohnzimmer, von dem aus eine Treppe nach hinten raus geht.

    Johannes-Maria Schlorke
  • Ein 4,50 Meter hohe Raum wird von einem großen Tisch und einem überdimensionalen Bücherregal beherrscht.

    Johannes-Maria Schlorke
  • Auf der Empore befindet sich ein kleines Wohnzimmer, von dem aus eine Treppe nach hinten raus geht. „Hier kann man morgens in der Sonne seinen Kaffee trinken“, sagt Katja Manderscheid.

    Johannes-Maria Schlorke
  • Das Schlafzimmer des Ehepaars, ein Bad sowie die beiden Kinderzimmer befinden sich auf der oberen Ebene, zu ihnen führt ein schmaler Steg.

    Johannes-Maria Schlorke
  • Das Schlafzimmer des Ehepaars. Da das alte Fachwerk des Hauses erhalten werden sollte, mussten die Rahmen der Fenster hinter das Fachwerk gelegt werden.

    Johannes-Maria Schlorke
  • Die 1500 bunten Fliesen für die beiden Bäder hat Katja Manderscheid selbst glasiert, gebrannt und verlegt.

    Johannes-Maria Schlorke
  • Das Büro in den oberen Stockwerken ist über einen separaten Eingang zugänglich.

    Johannes-Maria Schlorke
  • Der Hingucker im Büro ist – neben den alten Eichenbalken des Daches – die gelbe freischwingende Treppe, die in das zweite Stockwerk des Büros führt. Steigt man sie hinauf, schwingt sie leicht.

    Johannes-Maria Schlorke
  • Die Rückseite des Hauses: Als Brandschutzmaßnahme mussten Fluchttreppen angebracht werden. Im Dach sind nun zahlreiche Fenster, das Fachwerk wurde erhalten.

    Johannes-Maria Schlorke
  • Vor dem Umbau war das Dach komplett fensterlos – und gewaltig.

    Architekturbüro Manderscheid
  • Abgedeckt: Das imposante Dachgebälk der alten Zehntscheuer. Die Balken sind aus Eichenholz.

    Architekturbüro Manderscheid
  • Der Architekt Christoph Manderscheid.

    Johannes-Maria Schlorke
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