STZ+STZ+Schöner wohnen in Baden-Baden
: Die minimalistische Villa eines berühmten Architekten

Egon Eiermann gehört zu den bedeutendsten deutschen Architekten der Nachkriegszeit. Nun wurde seine Villa aus dem Jahr 1962 von einem Architekturbüro aus Stuttgart behutsam saniert. Zu Besuch in Baden-Baden.
Von
Tomo Pavlovic
Stuttgart
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  • Egon Eiermanns Haus in Baden-Baden – ein Gesamtkunstwerk. Der Stuttgarter Architekt Karl Amann hat es saniert.

    Studio Olaf Becker/Olaf Becker
  • Eingangsseite der Villa Eiermann in Baden-Baden: Ungewöhnlich für die damalige Zeit war die dunkelgraue Farbgebung.

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  • Villa am Hang mit Aussicht.

    Studio Olaf Becker
  • Blick von der Gartenseite: Haupthaus und Ateliergebäude. Der alte Baumbestand passt wunderbar zu der dezenten Architektur.

    Studio Olaf Becker/Studio Olaf Becker
  • Ausgeklügelte Konstruktion zur Verschattung der Fenster.

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  • Karl Amann von No W Here Architekten aus Stuttgart. Mit der Sanierung der Eiermann-Villa landete das Architekturbüro auf der begehrten Shortlist für den DAM-Preis 2024.

    Sue Barr/Sue Barr
  • Auch im Blick aus den Wohnräumen hinaus in den Garten ist Segeltuch und Seiltakelage, ursprünglich aus den Naturprodukten Segelleinen sowie Hanf, als Reminiszenz an die Seglerwelt stets präsent, sind doch die schräg gestellten Lamellen des Gestänges zum Sonnenschutz damit bespannt.

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  • Das Dessin des Mosaikbodens hat der Meister selbstredend auch entworfen.

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  • Lichtschalter auf Plexiglas. Dazu der schnörkellose Türdrücker. Und starke Kontraste, ein guter Materialmix, alles sehr haptisch.

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  • Sogar der Schuhabstreifer ist in der Eiermann-Villa ein ästhetisch gelungenes Objekt.

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  • Filigrane Aufhänge-Detaillösungen, die allerdings das Architekturbüro und das Amt für Denkmalschutz bei der Sanierung einige Zeit gekostet haben.

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  • Der Architekt Egon Eiermann: Er war Schöpfer der Berliner Gedächtniskirche, des berühmten Klappstuhls „SE 18“ und einer der wichtigsten Impulsgeber des modernen Bauens im Nachkriegsdeutschland

    picture-alliance / dpa/dpaweb/dpa
  • Fehlt heute in kaum einem Architekturbüro: Der Eiermann-Schreibtisch, hier in einer Sonderedition mit orangerotem Gestell.

    Hersteller/Richard Lampert
  • Die Kaiser-Wilhelm- Gedächtnis-Kirche in Berlin ist eines der bedeutendsten Kirchenensembles in Deutschland und gilt als ein Hauptwerk Egon Eiermanns. Durch die Verbindung von Neubauten und Ruine der 1943 durch Fliegerbomben zerstörten alten Gedächtniskirche ist der Gebäudekomplex auch heute ein eindrückliches Mahnmal des Zweiten Weltkriegs.

    imago images/Arnulf Hettrich/Arnulf Hettrich, via www.imago-images.de
  • Egon Eiermann entwarf im Pforzheim ebenfalls ein Gotteshaus: Die Matthäuskirche wurde im Jahr 1952/1953 nach Plänen von Egon Eiermann gebaut, 1956 kam der Turm hinzu. Die Konstruktion besteht aus einem einfachen Betonskelett, zum Einsatz kam auch Trümmersplitt. Es war der erste Sichtbeton-Kirchenbau der Nachkriegszeit in Deutschland.

    Eiermann Kirche/CF
  • Der Eiermann-Campus war ein von 1972 bis Ende 2009 von der Firma IBM als Hauptverwaltung genutzter Bürogebäudekomplex in Stuttgart-Vaihingen. Der Großteil der Gebäude wurde als herausragendes Beispiel der Nachkriegsmoderne zum Kulturdenkmal erklärt.

    IMAGO/Arnulf Hettrich/IMAGO/Arnulf Hettrich
  • Die Zukunft der ehemaligen IBM Deutschlandzentrale in Stuttgart Vaihingen ist nicht geklärt. Zwischenzeitlich wurde das Gelände auch einmal für eine Theaterperformance genutzt.

    Leif Piechowski/Lichtgut
  • Blick ins IBM-Gebäude in Stuttgart-Vaihingen.

    imago/Arnulf Hettrich/imago stock&people
  • Das ehemalige Horten-Kaufhaus, für das Egon Eiermann Kachel-Fassaden entworfen hatte, wurde später zur Galeria Kaufhof und umgebaut und inzwischen auch schon wieder abgerissen.

    Lichtgut/Max Kovalenko
  • Das von Egon Eiermann entworfene Bürogebäude Olivettihaus in Frankfurt-Niederrad.

    imago stock&people/imago stock&people
  • Der „Lange Eugen“ ist ein Hochhaus im Bonner Ortsteil Gronau, das von 1966 bis 1969 nach Plänen des Architekten Egon Eiermann errichtet wurde.

    imago/Arcaid Images/Hartmut Junker/Bildarchiv Monheim
  • Deutscher Pavillon während der Weltausstellung 1958 in Brüssel. Entwurf: Egon Eiermann

    Imago/Niehof
  • Das Mannesmann-Hochhaus in Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen). Das Verwaltungsgebäude am Rhein wurde von den Architekten Egon Eiermann und Paul Schneider-Esleben entworfen und gebaut.

    dpa/Martin Gerten
  • Der Umbau und die Aneignung des Eiermannbaus Apolda, Projekt und Sitz der IBA Thüringen, wurden von einer hochkarätigen Jury mit einer Anerkennung beim Deutschen Architekturpeis 2023 ausgezeichnet. Insgesamt wurden 200 Projekte eingereicht von denen elf einen Preis erhielten. In der Jurybewertung hieß es: „Der Eiermannbau zeichnet sich durch einen ernst genommenen und ganzheitlichen Umgang mit den zur Verfügung gestellten Mitteln aus und ist darüber hinaus ein wichtiger Beitrag und Nukleus für eine alternative Arbeitswelt in Apolda und den Stadt-Land-Diskurs der IBA Thüringen.“

    Thomas Müller/Internationale Bauausstellung (IBA) Thüringen
  • Eine Gedenkbriefmarke der Deutschen Post zu Ehren Egon Eiermanns.

    Imago Images/Imago Images
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